Ski gut - Läufer flau

Die deutschen Skilangläufer sind in der unerfreulichen Realität angekommen: Im Teamsprint kamen die Duos nur auf die Plätze acht und neun.

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  • In Runde drei mit der Kraft am Ende: Hanna Kolb. Foto: dpa 1/2
    In Runde drei mit der Kraft am Ende: Hanna Kolb. Foto: dpa
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Immerhin beschwerten sie sich nicht über ihr Skimaterial, denn das war gut. Die deutschen Langläufer aber sind auch nach sechs WM-Wettbewerben noch meilenweit von einer Medaille entfernt. Im Teamsprint, in dem sich die Skating-Spezialisten einiges ausgerechnet hatten, enttäuschte das Damen-Duo Hanna Kolb/Denise Herrmann beim Sieg der USA als Achte sehr. Und bei den Herren schafften Tim Tscharnke/Axel Teichmann beim Triumph von Russland sogar nur einen deprimierenden neunten Rang.

"Meine Kraft hat nur für zwei Runden gereicht, in der dritten war nichts mehr da": So lautete Hanna Kolbs bitteres Fazit. "Auf der letzten Runde habe ich versucht, die Lücke zu schließen, aber der Abstand war zu groß", berichtete Denise Herrmann. "Natürlich gehe ich nicht mit der Erwartung eines neunten Platzes ins Rennen", meinte derweil Teichmann, "das Material war sehr gut." Bundestrainer Frank Ullrich hatte ebenfalls keine richtige Begründung: "Es sollte nicht sein. Wir hatten uns so viel vorgenommen."

In den Skiathlon-Wettbewerben am Vortag hatte sich Tobias Angerer über 15 km klassisch und anschließend 15 km Skating nach Skiwechsel als Neunter am besten geschlagen. Der Vachendorfer, bei dem dieser Wettkampf höchste Priorität genießt, hatte im Ziel 12,4 Sekunden Rückstand auf Sieger Dario Cologna. Die Bilanz des 35-Jährigen war zwiespältig: "Es wäre mehr drin gewesen. Ich habe mich in Positionskämpfen dumm angestellt, die Energie fehlt einem dann am Schluss." Angerer am nächsten kam Hannes Dotzler als 24. "Meine Form ist aufsteigend, aber es hätte noch weiter nach vorne gehen können", so der 22-jährige Sonthofener. Jens Filbrich enttäuschte als 33.

An der Spitze hatte Dario Cologna, der am Anfang des Rennens sogar gestürzt war, eine Demonstration seiner Klasse geliefert. "Er ist der Beste, gut, dass es keinen Zufallssieger gegeben hat", lobte Angerer den Schweizer. Für seinen Ausreißversuch, der ihm bis zu 15 Sekunden Vorsprung gebracht hatte, wurde der Norweger Martin Johnsrud Sundby mit Silber belohnt. Top-Favorit Petter Northug hatte bei den Tempoverschärfungen Probleme und schaffte nur noch Platz vier.

Übermächtig war zuvor ein norwegisches Damen-Quartett über 2x7,5 km gewesen. Marit Björgen holte in Val di Fiemme bereits ihr zweites Gold - insgesamt war es ihr zehnter WM-Titel -, Therese Johaug, Heidi Weng und Kristin Stoermer Steira folgten dahinter. Die Polin Justyna Kowalczyk als Fünfte rieb sich an der norwegischen Dominanz auf. Nicole Fessel als 22. (2:13,5 Minuten Rückstand auf Björgen), Karin Zeller als 25. und Sandra Ringwald als 51. lagen weit zurück. "Die Norwegerinnen haben von Anfang an Pace gemacht. In der zweiten Runde habe ich die Blaumeise bekommen und nur noch gekämpft, um ins Ziel zu kommen", stöhnte Zeller. Fessel stieß ins selbe Horn: "Natürlich bin ich nicht zufrieden. Ich hätte mir mehr erwartet. Es war zu schnell für mich, da bin ich blau geworden." Die Norwegerinnen waren Welten entfernt.

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