Ski alpin: Anna-Essinger-Gymnasium beim Bundesfinale auf zweitem Platz

Silber für das Anna-Essinger-Gymnasium am Skihang von Nesselwang. Im Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" mussten sich die Mädchen nur dem Gymnasium Tegernsee geschlagen geben.

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Ein wenig olympisches Flair durften fünf Schülerinnen des Anna-Essinger-Gymnasiums in Nesselwang genießen. Beim Bundesfinale mussten sie sich nur der bayerischen Konkurrenz vom Tegernsee geschlagen geben. Für das Team vom Kuhberg, nicht gerade als Skiberg bekannt, ein stolzes Ergebnis.

Wettkampf IV, Jahrgänge 2002 bis 2004, die einzige Altersklasse, in der die Alpinen einen Bundessieger küren. Das Mädchen-Team des Anna-Essinger-Gymnasiums hatte es geschafft, dank tatkräftiger Unterstützung von Steffi Fetzer, die beim DAV Ulm den Nachwuchs trainiert. Ihre Tochter Nadine gehört ebenso wie Maria und Jule Katzmaier sowie Julia Wörndle zu den besten ihres Alters im Land. Da eine Mannschaft aber aus fünf Startern besteht, haben sie sich bei den Biathleten Charlotte Gallbronner "ausgeliehen".

Zunächst mussten sich die Damen offiziell akkreditieren, dann ging es ins Feriendorf Nesselwang. "Cool", so Jules erster Kommentar als sie in ihrem "olympischen Dorf" eingezogen waren. Eine Wohnung ganz allein für die Mädchen, während die Lehrer Christian Rettich und Julia Heller in einem anderen Haus untergebracht waren.

Nesselwang zeigte sich eher von seiner schaurigen Seite. Nieselregen gab's zum Fackelzug, der durch die Gemeinde zur Alpspitzhalle führte, wo die offizielle Eröffnungsfeier über die Bühne ging. Die Rennen am zweiten Tag standen wegen der hohen Temperaturen schon auf der Kippe. Doch die Organisatoren schafften es, die Piste für den Vielseitigkeitslauf hinzubekommen. Zumindest zwei der geplanten drei Durchgänge fanden statt.

Slalom, Buckel, Schanzen - all das war zu überwinden. "Wie beim Kids Cross", wie Julia anmerkte. Nadine war in 57,33 Sekunden die Schnellste der Ulmerinnen. Gezählt wurde jeweils eine Zeit der vier Besten. Nach dem Vielseitigkeitslauf waren die Ulmerinnen Zweite hinter Tegernsee, aber vor Sonthofen.

Am Abend dann der Höhepunkt: Parallelslalom! Die Auslosung wollte es, dass mit Sonthofen gleich ein starker Gegner wartete. Doch die Mädchen ließen sich nicht verrückt machen. Souverän wurde ein 4:1-Erfolg eingefahren. Noch deutlicher der Sieg gegen das Regio-Team Thüringen. Nun wartete im Halbfinale Nordrhein-Westfalen. Die Flachländer hatten sich den ganzen Tag über stark präsentiert, trotzdem machte Jule Katzmaier im vierten Rennen den Finaleinzug klar (3:2).

Es sei klar gewesen, dass man gegen das Gymnasium Tegernsee wahrscheinlich den Kürzeren ziehen würde, meinen die Mädchen. Niemand hatte den Bayern bisher auch nur einen Punkt abgenommen. Doch die Ulmer Mädchen machten es spannend.

"Es war toll wie viele Leute zugeschaut haben", sagt Charlotte. Viele Langläufer und Skispringer waren in den Zielraum gekommen, um ihre Landesteams anzufeuern. 2:2 stand es vor dem letzten Rennen. Alle warteten auf die Schlussläufer, doch Charlotte hatte gegen "Profi" Anna Mayer doch keine Chance - und auf einen Sturz der Konkurrenz hatte niemand hoffen wollen.

"Die Mädchen können sehr stolz auf Platz zwei sein", sagte Trainerin Steffi Fetzer. Das waren sie auch und machten gleich die Nacht zum Tag. Bis vier Uhr morgens wurde im Haus gefeiert, aber schon drei Stunden später waren sie wieder auf den Beinen - zur Joggingrunde durchs Dorf mit integriertem Vokabellernen. Danach besuchten sie noch Wettkämpfe der Langläufer, ehe am Abend die große Siegerehrung stattfand. Inzwischen sind die Silber-Mädchen wieder in der Schule - ein bisschen müde, aber um eine (schöne) Erfahrung reicher.

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