Silberpfeil soll Lücke zu Top-Teams schließen

Mercedes hat im spanischen Jerez seinen neuen Silberpfeil präsentiert. "Wir müssen nach vorne kommen", fordert Teamchef Ross Brawn eine klare Entwicklung gegenüber der vergangenen Formel-1-Saison.

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Eine leicht verkleidete Knicknase kennzeichnet den neuen Mercedes. Foto: afp

Bei seinem ersten Auftritt kam der neue Silberpfeil schon mal zu spät ins Ziel. Acht Minuten später als geplant zogen Lewis Hamilton und Nico Rosberg die schwarze Plane vom F1 W04, der unter der andalusischen Sonne mit neuer Nase glänzte.

Allerdings war der Anblick für die Hundertschaft Medienvertreter auf der Zielgeraden des Circuito de Jerez keine große Überraschung, nachdem bereits Stunden zuvor Bilder und ein Video vom neuen Silberpfeil im Internet aufgetaucht waren. Dass der Bolide auf Rollen wie ein Möbelstück zur Präsentation geschoben wurde, passte ins Bild einer eher missglückten Vorstellung.

Der F1 W04, mit dem Mercedes in der kommenden Formel-1-Saison die riesige Lücke zu den Top-Teams um Red Bull mit Weltmeister Sebastian Vettel schließen soll, blieb spektakuläre Neuerungen schuldig. Das Design des Boliden mit der leicht verkleideten Knicknase kommt konservativ daher. Dennoch gab sich Rosberg selbstbewusst: "Wir wollen dieses Team zum besten in der Formel 1 entwickeln." Aber auch der China-Sieger des letzten Jahres musste zugeben: "Die Lücke war Ende letzten Jahres sehr groß. Wir müssen uns schneller weiterentwickeln, damit wir um Siege kämpfen können."

Zusammen mit dem neuen Boliden zeigte sich auch das neue Führungsduo Toto Wolff und Ross Brawn erstmals gemeinsam. "In den vierzehn Tagen seit ich zum Team gestoßen bin, war ich beeindruckt von dem, was ich vorgefunden habe. Alle im Team sind hochmotiviert, aufgeschlossen und fest entschlossen, Erfolge zu erzielen", sagte der Österreicher Wolff, der als Executive Director die Nachfolge von Norbert Haug angetreten hat. Teamchef Ross Brawn betonte: "Die Saison 2013 stellt den Beginn einer zweiten Ära für unser Silberpfeil-Werksteam dar." Er stellte aber auch klar: "Wo wir stehen, ist nicht akzeptabel. Wir müssen nach vorne kommen."

Bereits einige Stunden vor der offiziellen Vorstellung hatte Rosberg die ersten Runden im neuen Dienstwagen gedreht und so dafür gesorgt, dass auch erste Bilder des Boliden kursierten. Nach den Schnappschüssen der Fotografen twitterte Rosberg selbst ein Foto seines Dienstwagens und erklärte anschließend: "Der Wagen sieht viel schöner aus als im letzten Jahr. Ich habe einen ganz tollen ersten Eindruck und habe mich vom ersten Moment an wohl gefühlt."

In einem Internet-Video filmte Starpilot Hamilton die kurze Ausfahrt seines Kollegen Rosberg werbewirksam mit dem Smartphone des neuen Sponsors. "Vor Aufregung habe ich die ganze Nacht nicht geschlafen", gab der ehemalige Weltmeister zu und stellte klar: "Ich habe noch nie eine Gruppe an Menschen erlebt, die hungriger auf Erfolge ist als diese."

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