Shiffrin fährt allen davon

Am Ende konnte ihr im Slalom niemand folgen. Mikaela Shiffrin (17) fuhr in Zagreb souverän zu ihrem zweiten Weltcup-Erfolg und düpierte die Konkurrenz. Maria Höfl-Risch wurde enttäuschte Sechste.

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Maria Höfl-Riesch blieb nur die Rolle der frustrierten Zuschauerin, als sich die erst 17 Jahre alte "Schneekönigin" Mikaela Shiffrin die Kristallkrone aufsetzte. Platz sechs durch die Doppel-Olympiasiegerin sowie Rang 21 von Fanny Chmelar - mehr hatte die einst stolze deutsche Slalom-Großmacht am Bärenberg vor Zagreb nicht zu bieten. "Ich bin leider von oben bis unten nie in den Rhythmus gekommen. Es wäre viel mehr drin gewesen", sagte Höfl-Riesch nach einem völlig verkorksten zweiten Lauf.

Dass sie ihren sechsten Platz aus dem ersten Durchgang im Finale hielt, hatte die 28 Jahre alte Partenkirchnerin allein den Patzern der Konkurrenz zu verdanken. Die Weltcup-Führende Tina Maze aus Slowenien, Zweite nach dem ersten Lauf und zuletzt sechsmal in Folge auf dem "Stockerl", schied im Finale ebenso aus wie Veronika Velez-Zuzulova (Slowakei), die die beiden letzten Weltcup-Torläufe gewonnen hatte. Nur eine kam mit den schwierigen Bedingungen auf dem "Sljeme" rund 20 km nördlich der kroatischen Hauptstadt scheinbar spielend zurecht: Shiffrin, die ihren zweiten Weltcup-Sieg holte.

Vor 20 000 fanatischen Zuschauern fuhr die Amerikanerin in beiden Läufen Bestzeit. Im Finale des längsten Weltcup-Slaloms der Saison raste sie zu den Klängen von "Sexy Lady" ins Ziel - unaufhaltsam und unnachahmlich. Frida Hansdotter aus Schweden hatte auf Platz zwei stolze 1,19 Sekunden Rückstand. Erin Mielzynski (Kanada) lag auf dem dritten Rang 1,76 Sekunden zurück, und Höfl-Riesch war unglaubliche 3,17 Sekunden langsamer.

Shiffrin, die im Dezember im schwedischen Are zum ersten Mal gewonnen hatte, sicherte sich mit 42 000 Euro die höchste Siegprämie, die im Frauen-Weltcup zu holen ist. Höfl-Riesch musste sich mit 3500 Euro verspätetem Weihnachtsgeld begnügen.

"Ich wollte in die Fußstapfen von Marlies Schild treten", sagte die völlig aufgelöste Shiffrin über die derzeit verletzte Österreicherin, die im Vorjahr in Zagreb triumphiert hatte. "Ich wollte beweisen, dass diejenige, die nach ihr kommt, würdig ist, ihren Platz einzunehmen. Sie ist die Beste, ein Vorbild, ich habe so viel Respekt vor ihr." Viele Experten trauen Shiffrin zu, auch bei der WM in Schladming die Nachfolge von Schild anzutreten.

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