Selbstbewusster Auftritt

Voller Selbstvertrauen geht das deutsche Fed-Cup-Team die Aufgabe gegen Tschechien an. Großen Respekt haben die Tennis-Damen vor Petra Kvitova. Aber auch der Titelverteidiger weiß um die Schwere der Aufgabe.

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Lucas Barrios wird auch weiterhin für den BVB auflaufen. Sein Wechsel nach England ist geplatzt. Foto: Eibner

Wenn sich am Wochenende in der Stuttgarter Porsche Arena Deutschland und Tschechien im Fed Cup gegenüberstehen, dann ist das ein Duell zwischen dem Titelverteidiger und einem der Aufsteiger in die Tennis-Weltgruppe I. Doch es ist nicht auf Anhieb klar, wer Favorit und wer Außenseiter ist.

Zumindest nicht, wenn man die deutschen Spielerinnen und Teamchefin Barbara Rittner (38) hört. Vom ersten Fed-Cup-Sieg seit 1992 wurde in den letzten Tagen gesprochen. Das beste Team seit mehr als 15 Jahren weckt Begehrlichkeiten. Beispielsweise bei Karl-Georg Altenburg. "Die Damen haben das Potenzial, den Fed Cup zu gewinnen", sagte der Präsident des Deutschen Tennisbunds (DTB). "Wir wollen das deutsche Damentennis auf Dauer in der Weltspitze etablieren."

Fast 20 Jahre ist es her, dass Deutschland zum letzten Mal den Mannschaftswettbewerb bei den Damen gewann. Damals besiegten Steffi Graf, Anke Huber und Barbara Rittner Spanien mit Arantxa Sanchez-Vicario und Chonchita Martinez 2:1. Es war nach 1987 (2:1 gegen die USA) der zweite deutsche Triumph im Fed Cup.

Sabine Lisicki, Julia Görges, Angelique Kerber und Anna-Lena Grönefeld wollen den dritten Titel holen. Titelverteidiger Tschechien ist dabei zum Auftakt ein richtiger Gradmesser. "Eins ist sicher: Wir müssen unser bestes Tennis spielen, wenn wir die schlagen wollen", sagte Rittner. Das liegt vor allem an Petra Kvitova, der Weltranglistenzweiten und tschechischen Nummer eins.

Dass Andrea Petkovic, die beste deutsche Spielerin ausfällt, erschwert die Aufgabe gegen den Titelverteidiger. Die Weltranglisten-Zehnte fehlt wegen eines Ermüdungsbruchs im unteren Rückenbereich. Ihren Platz nimmt Sabine Lisicki ein. "Sie ist meine Nummer eins", stellt Rittner klar. Größeren Druck wegen dieser Aufgabe verspürt die Weltranglisten-14. aber nicht. "Es motiviert mich eher", sagte Lisicki.

Wer sonst im Einzel zum Einsatz kommt, will Barbara Rittner noch nicht verraten: "Ich will erst ein paar Trainingseindrücke sammeln." Julia Görges und Angelique Kerber "liegen ganz nah beisammen". Die 23-jährige Görges hat den Vorteil, dass sie in Stuttgart gute Erfahrungen gemacht hat. Im vergangenen Jahr gewann sie hier ihren zweiten WTA-Titel, als sie beim Porsche-Grand-Prix im Finale Carolina Wozniacki (Dänemark) besiegte. Fest steht, dass Anna-Lena Grönefeld im Doppel spielt.

Tschechiens Teamchef sieht in Petkovics Fehlen keinen Vorteil für sein Team. "Es ist schade, dass sie nicht dabei ist. Aber das deutsche Team ist auch ohne sie stark", sagte Petr Pala. Der Respekt vor der DTB-Auswahl ist groß. "Wir sind nicht glücklich, dass wir schon in der ersten Runde aufeinandertreffen. Aber jetzt ist es halt so und wir müssen beide damit zurecht kommen", sagte der 36-Jährige.

Auch wenn Barbara Rittner die Tschechinnen als "leicht favorisiert" sieht, stellt sie klar: "Wir haben die Qualität und wissen, dass wir jeden schlagen können."

Info Am Samstag werden ab 12 Uhr die ersten zwei Einzel gespielt. Am Sonntag (ab 11 Uhr) stehen dann die weiteren beiden Einzel und das womöglich entscheidende Doppel an.

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