Schwimmer des SSV Ulm 1846 machen den Aufstieg frühzeitig klar

Die Männer des SSV Ulm 1846 sind souverän in die zweite Liga der Schwimmer aufgestiegen. Den Frauen fehlten nach dem Ausfall von Katharina Fischer am Ende bei 39 045 Zählern winzige 83 Punkte.

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Der Ulmer Mark Fischer führte mit 4217 Zählern seine Mannschaft zum souveränen Aufstieg in die zweite Liga.  Foto: 
„Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder weinen soll. Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits bin ich nur stolz, dass meine Mädels und Jungs so gut waren, so einen super Wettkampf abgeliefert haben und andererseits sehr traurig, dass es trotz aller Einsatzfreude und Kampfgeistes für die jungen Damen nicht gereicht hat“, sagte SSV-46- Trainer Hans-Günther Ahlemann nach der Rückkehr aus Bad Cannstatt.

Katharina Fischer war krank aus Tübingen nach Ulm gekommen. Der Trainer schickte sie zum Arzt, und der zog die Studentin aus dem Verkehr. Dann meldete sich auch noch Felix Späth ab. Er fühle sich „nicht so wohl“ – kurz nach der Ankunft am Wettkampfort erfuhr das Team, dass Späth bereits im OP lag und am Blinddarm operiert wurde. Soviel zu den Hiobsbotschaften.

Die Frauen des SSV 46 kämpften wacker. Sarah Rockemann, die in Bonn ihr Studium aufgenommen hat und nur zu Besuch in Ulm war, hatte sich spontan bereit erklärt einzuspringen. Allerdings konnte sie nur die kurzen Strecken angehen. Mara Roschmann erwischte es bei der Mannschaftsumstellung am schlimmsten, sie musste die von ihr ungeliebten mittellangen Strecken angehen. Angeführt von Trixi Späth und Rika Stein sowie dem starken „Team-Küken“ Charlotte Lehr sammelten Nikolina Kasalo, Mara Roschmann, Larissa Sauter und Sarah Rockemann am Ende 39 045 Punkte. Damit fehlten gerade einmal 83 Zähler im Fernvergleich mit Wacker Burghausen zum Aufstieg in die zweite Liga.

Bei diesem spannenden Kampf ging der klare Zweitliga-Aufstieg der Ulmer Männer fast schon ein wenig unter. Mark Fischer führte das Team nicht nur sportlich, sondern war auch in Sachen Einsatzfreude und Mannschaftsgeist vorbildlich. 4217 Zähler gingen auf das Konto des Studenten, der gerade einige Klausuren hinter sich gebracht hat und umso befreiter schwamm. Über 50 Meter Rücken steigerte er seinen eigenen Vereinsrekord auf 25,34 Sekunden.

Da konnte er es locker verschmerzen, dass Julius Flohr ihm die Bestmarke über 200 Meter Brust entriss (2:19,96 Minuten). Außerdem verbesserte der 17-jährige Flohr seinen eigenen Rekord über 400 Meter Lagen erneut (4:31,67) und lieferte auch bei den anderen drei Starts Bestzeiten ab. Den nächsten Vereinsrekord stockte Rainer Schelkle auf: 4:03,80 Minuten über 400 Meter Freistil. Erst in der Vorwoche hatte er sich die 23 Jahre alte Bestzeit geholt. Uwe Schelkle, Alexander Frey, Viktor Knysch mit vier neuen persönlichen Bestleistungen, Jan Haase und Neuzugang Marcel Polacek vervollständigten das Aufstiegsteam.

Bereits zur Hälfte des Tages, als die ersten Ergebnisse aus dem zeitgleich stattfindenden Wettkampf in Bayreuth eintrafen, war klar, dass den Ulmern der Aufstieg nicht mehr zu nehmen war. Am Ende zogen sie mit 44 317 Punkten sogar noch an dem nach dem Vorkampf führenden SV Gelnhausen (44 258) aus Hessen vorbei.

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