Schonach sucht die nächsten Olympiasieger

Mehr als 600 Schüler haben gestern das Winterfinale des Bundeswettbewerbs der Schulen eröffnet. Bislang ist Langlauf der einzige Wintersport, der im offiziellen Programm ist, doch die anderen drängen nach.

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Gruppenbild mit Lehrer: Frieder Brachmann und Betreuerin Tanja Lutz inmitten der erfolgreichen Ulmer Alpin-Mannschaft. Foto: Eva Pfetsch

Die Schüler von Frieder Brachmann haben nicht nur ihre Skiausrüstung, sondern auch ihre Bücher dabei. Ab und zu müssen sie einen Blick reinwerfen, denn fast eine ganze Woche sich nur dem Sport hingeben, das geht nicht einmal an einer Schule mit Sportprofil. Das Ulmer Anna-Essinger-Gymnasium ist eine solche, noch dazu eine besonders aktive, was die Teilnahme an Schulsport-Wettbewerben angeht. Da wundert es nicht, dass sich ein Team fürs Bundesfinale qualifiziert hat.

So groß wie nie ist dieses Winterfinale des Wettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" (JtfO). Denn erstmals sind auch junge behinderte Sportler dabei. "Das, was die Großen noch nicht geschafft haben, das ist hier gelungen: Ein gemeinsames Sportfest für alle", freut sich Verena Bentele. Die mehrfache Paralympics-Siegerin lässt es sich nicht nehmen, an der Organisation in Schonach mitzuarbeiten.

Offiziell geht es nur um die Siege in den Langlauf-Disziplinen. Alle anderen Wintersportarten sind bei JtfO nicht dabei. Das soll sich aber ändern, und in Schonach gibt es einen Vorgeschmack: Sowohl Alpine als auch Skispringer tragen Demonstrations-Wettbewerbe aus, für den sich die jeweiligen Landessieger qualifiziert haben.

Brachmanns Team hat das am Oberjoch beim Schneesportfestival geschafft, und zwar bei den 10- bis 13-Jährigen. Nur die erste Mannschaft des Gymnasiums Isny war schneller und gilt auch heute als einer der Favoriten. "Aber wir haben noch Potenzial für nächstes Jahr", kündigt Brachmann schon die Revanche auf Landesebene 2014 an. Aber jetzt gilt die Konzentration erst einmal dem heutigen Wettkampf auf dem Winterberg.

Gestern Abend fand die Eröffnungsfeier statt. Erste Chance, auch andere Leute, andere Sportarten kennen zu lernen. Vom Dornstadter Biathlon-Zentrum haben sich ebenfalls Athleten auf den Weg gemacht, um zu zeigen, was ihren Sport faszinierend macht.

Eins zeichnet alle JtfO-Wettkämpfe aus: Es geht dabei um mehr, als das, was die "Großen" zeigen. Alpine müssen nicht nur durch Stangen kurven, sondern auch Schanzen, Wellen und Steilkurven überwinden. Bei den Langläufern ist ebenfalls Geschicklichkeit gefragt. Auch hier stehen unter anderem Schanzen und Stangen im Weg. Die Olympiasieger von morgen müssen vielseitig sein.

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