Rola El-Halabi: Ein Tag im Leben einer Profiboxerin

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Viele bezeichneten es als Wunder, dass die vor rund eineinhalb Jahren angeschossene Rola El-Halabi am 12. Januar in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena wieder in den Ring steigen kann, um gegen Lucia Morelli drei WM-Gürtel zu vereinen. Doch neben viel Glück beim Heilungsprozess der verletzten Knie und Hand war vor allem eines nötig: knallhartes Training.

Im vergangenen halben Jahr sahen Rola El-Halabis Tage in etwa so aus: "Meine erste Trainingseinheit beginnt meistens um 10 Uhr", erklärt das 27 Jahre alte Leichtgewicht. "Morgens wird hauptsächlich athletisch gearbeitet. Die Einheit geht immer etwa eine Stunde, je nachdem, wie intensiv sie ist."

Mit Auspowern ist dann erst mal Schluss, denn nun folgt eine Einheit beim Physiotherapeuten. "Dort wird meist gedehnt und ausmassiert." Aber auch das ist nicht immer eine Wohltat und kann manchmal sehr schmerzhaft sein, weiß Rola El-Halabi.

Danach geht es ab nach Hause zum Mittagessen und zu einem kurzen Entspannen - aber auch hier beweist die Boxerin ihre Flexibilität: "Während ich im Bett liege, habe ich meistens mein Laptop noch dabei um einige organisatorische Dinge zu klären. Und manchmal muss ich auch während meiner Mittagspause Termine wahrnehmen."

Das zweite Training beginnt um 15 Uhr. "Da arbeiten wir nun boxspezifisch, also entweder mit Sandsack, Pratze oder in den letzten Wochen beim Sparring. Die Einheiten kosten sehr viel Kraft und Substanz. Man ist echt fix und fertig danach." Dann heißt es endlich: Feierabend. "Ich sollte dann so früh wie möglich ins Bett gehen." Denn am nächsten Tag gehts für gewöhnlich mit demselben Pensum weiter.

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