Ringer machen Druck

Während der Druck auf die Führung des Ringer-Weltverbands FILA wächst, atmen Hockey- und Kanu-Vertreter auf, dass sie vorerst olympisch bleiben.

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Im Olympia-Disput gerät nun der Ringer-Verband in die Kritik. Foto:Imago

Vor der Tagung des Ringer-Weltverbandes FILA an diesem Wochenende im thailändischen Phuket wächst der Druck auf Präsident Raphaël Martinetti. Bei einer Dringlichkeitssitzung zuvor wurde heftig über die Empfehlung der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Ringen ab 2020 aus dem olympischen Programm zu streichen, diskutiert. Sogar Neuwahlen in der FILA sind möglich. "Ich kann noch nicht sagen, dass es diese drastischen Schritte geben wird. Es waren nur vorläufige Gespräche", sagte die Vizepräsidentin der Russischen Wrestling Federation (PBS), Natalja Jarygin. Ein Großteil der FILA ist auf Konfrontationskurs zu Martinetti, auch weil viele Präsidiumsmitglieder nichts von den Änderungswünschen des IOC gewusst haben.

Derweil machte sich bei Kanuten und Hockeyspielern Erleichterung breit. "Wir können jetzt alle durchatmen. Bei beiden Sportarten waren wir aber schon überrascht, dass es soweit kommen konnte", urteilte Thomas Konietzko, Chef des Kanu-Verbandes (DKV). Kanu und Hockey hatten bei dem knappen Votum der IOC-Exekutive überraschend zur Disposition gestanden. Die Kanuten machten deutlich, Reformbedarf bei ihrer Sportart zu erkennen. Bei Olympia gehe es nicht mehr um die Traditionsfrage - stattdessen müsse eine Sportart "attraktiv und leicht verständlich" sein, betonte DKV-Sportdirektor Jens Kahl. "Heute geht es bei den Beurteilungen mehr um das Kommerzielle als um sportliche Dinge", kritisierte Stephan Abel, Präsident des Deutschen Hockey-Bundes (DHB). "Dass Wakeboarding und Wushu überhaupt in die Diskussion für Olympia gekommen sind, ist für mich unbegreiflich."

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