Zwei Falcons-Talente trumpfen auf: Kavak und Redle sind Europameister

Kilian Redle und Noah Kavak von den VfB Ulm Falcons sind Europameister mit dem Schüler-Nationalteam. Das Duo träumt von einer Profikarriere.

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Noah Kavak in Action. Der junge Pitcher der Falcons hegt wie Kilian Redle große Baseball-Träume.  Foto: 

Pitcher Noah Kavak und Allzweckwaffe Kilian Redle haben ein Alleinstellungsmerkmal beim Regionalliga-Baseball-Klub VfB Ulm Falcons. Sie sind die ersten Europameister, die der Verein herausgebracht hat. Mit sechs Siegen in sechs Partien (darunter das 9:2 im Finale gegen Gastgeber Tschechien) in Trebic holte die 16 Spieler starke deutsche Schüler-Nationalmannschaft den kontinentalen U-12-Titel. „Der Erfolg bedeutet mir sehr viel, wir haben vorher sehr hart trainiert“, sagt der Ulmer Kavak, der während der EM seinen zwölften Geburtstag feierte. Selbstbewusst spricht das Talent, das bei der EM gegen Litauen und Rumänien zum Einsatz kam, von seinem großen Traum. „Einmal in Amerika zu spielen und damit mein Geld verdienen“, verkündet der Schüler des Kepler-Gymnasiums auch stellvertretend für Vereinskollege Redle.

Wegen Kavaks Schüchternheit in  den ersten Lebensjahren plädierte Mama Brigitte für den sportlichen Einstieg beim Baseball und nicht beim Fußball. „Beim Kicken gibt es viel zu viel Gerangel“, betont sie. Noah Kavak ist kein Typ für das beim Fußball durchaus recht ausgeprägte Ellbogendenken. Nicht von ungefähr ist er wie auch Redle, die beide deutsche Schülermeister wurden, Klassensprecher in der Schule. Auf den frischen sportlichen Lorbeeren wollen sich beide Rohdiamanten nicht ausruhen. „Ich hoffe darauf, auch den Sprung in die U-15-Nationalmannschaft zu schaffen. Wenn man hart arbeitet und auch den Willen dazu hat, kann man das erreichen“, ergänzt Kavak, der sich überlegt wegen der fehlenden Jugendmannschaft in Ulm zum Bundesligisten Heidenheim Heideköpfe zu wechseln. Der elfjährige Unterkirchberger Kilian Redle hat noch eine Spielzeit in der U 12 vor sich. Er war der einzige Europameister aus dem jüngeren Schülerjahrgang und trat auf dem Spielfeld gegen Frankreich, Rumänien und Litauen in Erscheinung. Für seine Baseball-Karriere warf er auch seine frühere Tischtennis- und Fußball-Begeisterung über Bord. „Baseball ist der viel coolere Sport. Und da ist auch mehr Action“, gibt Redle, der seit drei Jahren seinem älteren Bruder Elias nacheifert, zu. Der 15-Jährige ist vor dieser Saison von den Falcons ins Sportinternat nach Regensburg gewechselt. Dort spielt er in der zweiten Bundesliga für die Buchbinder Legionäre II. Elias befindet sich seit Dienstag mit der U-15-Nationalmannschaft in der Vorbereitung auf die Jugend-Europameisterschaften in Frankreich (18. bis 23. Juli).

Kilian, der sportlich seine Vorzüge als Catcher unter Beweis stellt, liebäugelt ebenfalls mit dem Sprung nach Regensburg in drei Jahren. Zumal er auch laut Nationaltrainer Georg Bull seinen Bruder fast schon in den Schatten stellt. Selbst Elias bekennt: „Kilian ist für sein Alter überdurchschnittlich gut, wenn nicht sogar besser wie ich damals.“

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