Ulmer Turner zum Siegen verdammt

Am vorletzten Wettkampftag fällt in der 2. Kunstturn-Bundesliga die Entscheidung über den Abstieg.

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Matthias Mayer turnt für den SSV Ulm 1846.  Foto: 

Für die Kunstturner des SSV Ulm 1846 schlägt am morgigen Samstag um 17 Uhr die Stunde der Wahrheit: Zu Gast ist die ebenfalls arg gebeutelte und sieglose Turn-Riege des TV Herbolzheim. In diesem Duell der beiden sieglosen Schlusslichter der 2. Bundesliga fällt die Entscheidung über Abstieg in die Dritte Liga und Klassenerhalt. Sollte den Ulmer Spatzen hier ein Sieg gelingen, so dürfte der Klassenerhalt gesichert sein – auch wenn die Badener am letzten Wettkampftag zu Hause gegen Oberbayern nochmals die Chance zum Nachlegen haben, während Ulm zum voraussichtlich übermächtigen Nachbarn TSV Pfuhl (aktuell Tabellenzweiter) muss.

Zwar geht es für die Gäste aus dem Breisgau nur um eine Abschiedstournee, denn Herbolzheim wird seine Riege nach dieser Saison mangels Nachwuchs aus dem Ligabetrieb abmelden. Dennoch wäre für die Ulmer bei einer Niederlage der Abstieg praktisch besiegelt. Denn schließt der SSV 46 die Runde als Tabellenschlusslicht ab, so hilft auch der Rückzug von Herbolzheim für das kommende Jahr nicht. Trotzdem steigt der Letzte automatisch ab, stattdessen steigen dann drei statt zwei Teams aus den Finalkämpfen der Dritten Liga in die beiden Staffeln der 2. Kunstturn-Bundesliga auf.

Entsprechend wichtig wird am Samstag daher für die Aktiven des SSV Ulm 1846 die Unterstützung des Heimpublikums sein – ebenso wie ein guter Start am Boden, um gleich zu Wettkampfbeginn eine gute Stimmung ins Team und in die Halle zu zaubern, die die Mannschaft zum Erfolg tragen kann.

Spitze eng beisammen

Der TSV Pfuhl steht derweil vor einer schweren Auswärtsaufgabe. Nach der knappen Niederlage gegen den StTV Singen befinden sich die Neu-Ulmer auf dem zweiten Tabellenplatz und treten gegen den aktuellen Tabellenvierten TG Allgäu an. „Mit einem Sieg kämpfen wir bis zum Schluss um die Meisterschaft. Bei einer hohen Niederlage könnten wir sogar auf den vierten Platz zurückfallen“, beschreibt Pfuhls Mannschaftsführer Benjamin van Aken die Ausgangsituation vor dem Duell gegen die Gastgeber aus Wiggensbach.

Die Pfuhler haben die Wettkampfpause am vergangenen Wochenende genutzt, um die Niederlage gegen Singen zu verarbeiten. „Wir haben nochmal an den Übungen gefeilt und wollen gegen Allgäu und Ulm punkten. Auch wenn wir es nicht mehr in eigener Hand haben, wollen wir so lange es geht oben dranbleiben“, gibt sich Chefcoach Rolandas Zaksauskas kämpferisch. Dabei stehen dem Trainer alle Turner zur Verfügung. „Alle sind motiviert und wollen in den letzten beiden Partien nochmal voll angreifen, und dann sehen wir was am Schluss rauskommt“, blickt Ringespezialist Jonas Useldinger auf den Saisonendspurt seiner Mannschaft.

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