Die zweite Bundesliga ist greifbar nahe
Die beiden Schwimm-Mannschaften des SSV 46 dürfen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga hoffen. Derzeit liegen Frauen und Männer auf Platz zwei. Die Entscheidung fällt am Wochenende.
Autor: UWE |Am Wochenende kämpfen Schwimmer aus acht südlichen Bundesländern in verschiedenen Bädern um zwei freie Plätze in der 2. Bundesliga. "Es ist unglücklich, dass das so ist", ärgert sich Trainer Hans-Günther Ahlemann. Denn eigentlich sollten die besten der Vorrunde unter gleichen Bedingungen gegeneinander antreten. Aber es hat sich kein Ausrichter gefunden. "Zum Glück ist Bad Cannstatt ein schnelles Bad", sagt Ahlemann.
Jedenfalls hat es Sonntag in diesem Bad sehr gut geklappt für die beiden ersten Mannschaften des SSV 46. Sowohl die Frauen als auch die Männer setzten sich im baden-württembergischen Vergleich souverän durch. "Es war eine Demonstration der Stärke", schwärmt Ahlemann: Mehr als 50 der 64 Entscheidungen sahen Ulmer Schwimmer als erste am Anschlag. Im Kampf um den Aufstieg liegen nun die Männer hinter dem letztjährigen Zweitliga-Absteiger Gelnhausen auf Platz zwei, 80 Punkte vor den WF München. "Das wird ein enger Kampf. Ich bin gespannt, ob die noch jemand aus dem Ärmel zaubern", sagt der Trainer. Er selbst kann höchstens noch den Biberacher Neuzugang Marcel Polaczek einsetzen, der in der Vorrunde krankheitsbedingt hatte passen müssen.
Drei Vereinsrekorde lieferten die Männer ab, unter anderem durfte der neue Abteilungsleiter Andreas Viel zuschauen wie ihm Julius Flohr seine Bestmarke abknöpfte. Über 400 Meter Lagen steht der nun bei 4:33,37 Minuten. Er hat es ebenso zufrieden zur Kenntnis genommen wie Mark Fischer, der seine Bestzeit über 200 Meter Lagen ebenfalls an Flohr abtreten musste (2:05,09). Einen anderen Uralt-Rekord knackte Reiner Schelkle, der über 400 Meter Freistil in 4:05,72 Minuten Rick Göpfert entthronte.
Fischer, Schelkle und Flohr waren die herausragenden Akteure. "Aber alles in allem war es eine sehr souveräne Mannschaftsleistung. So funktioniert das", lobte der Trainer. Viktor und Alexander Knysch, Jan Haase, Felix Späth, Alexander Frei und Uwe Schelkle machten das Team perfekt.
Bei den Damen trumpfte Kitty Fischer groß auf, obwohl sie nur noch reduziert trainiert. Drei Vereinsrekorde, die 100 Meter Brust fielen auf dem Weg zum 200 Meter Sieg. 2:35,22 Minuten, dazu noch 4:23,47 Minuten über 400 Meter Freistil, auch das hat noch nie eine Ulmer Schwimmerin erreicht.
Insgesamt hatte Ahlemann nur acht Schwimmerinnen, die übliche Krankheitswelle hatte zwar vor allem die zweite und dritte Männer-Mannschaft erwischt, aber auch die Damen. "Aber das ist jetzt eben ein echtes Team", lobte der Coach. Neben Kitty Fischer war es vor allem die 13-jährige Charlotte Lehr, die mit starken Leistungen aufwartete. Über 100 Meter Brust lag sie in 1:14,98 nur knapp hinter dem großen Vorbild. Rika Stein nahm das komplette Freistil-Programm auf sich, und Trixi Späth lieferte auf ihren vier langen Strecken gleich vier Bestleistungen ab. Dazu kamen Nikolina Kasalo, Mara Roschmann, Larissa Sauter und Malin Maier.
In Göppingen machte der SSV 46 II den Aufstieg in die Württembergliga perfekt, wobei vor allem der Nachwuchs mit Philipp Niewolik, Nico Stolz und Valentin Honold Leistungsverbesserungen zeigte. Cornelius Bütow empfahl sich mit seinem Auftritt in der Dritten für höhere Weihen. Zufrieden war Ahlemann auch mit den jüngeren Mädchen, die 17 Bestleistungen zeigten.





