Ulmer raus, Ulmer rein: Reinelt für Käufer Deutschland-Achter in Dortmund präsentiert

Des einen Leid, des andern Freud: Weltmeister Urs Käufer hat seinen Rollsitz im Deutschland-Achter an Maximilian Reinelt verloren. Beim Weltcup in München versucht er sein Glück jetzt im Vierer.

Max Reinelt strahlte, als die Fotografen um die Wette knipsten. Achter-Rudern kennt er schon von der U 23. "Aber bei den Großen auf diesem Niveau, das ist schon noch mal was anderes", sagt der 1,94-Meter-Mann, der nach seinem Zweier-Partner Lukas Müller (2,08 Meter) der zweitgrößte an Bord ist. So viel zum Thema "bei den Großen".

Um den Deutschland-Achter dreht sich alles, die anderen Boote interessieren nur am Rande. Das ist eine Erfahrung, die Urs Käufer schon gemacht, ehe er sich seinen Platz im Weltmeister-Boot erobert hatte. Beim Weltcup in München sitzt er jetzt wieder im Vierer, muss sich unter anderem gegen seinen langjährigen Partner Filip Adamski und dessen Crew sowie das Berliner Quartett bewähren. Eine weitere Chance auf ein WM-Ticket.

Adamski ist der zweite Weltmeister, der seinen Platz räumen muss. Vorerst ist die Besatzung fest, sofern es keinen Leistungseinbruch gibt. Im Juli wird aber nochmal analysiert. Aber der Fokus liegt auf den Olympischen Spielen. "Nach Neuseeland beginnt die intensive Vorbereitung auf London 2012. Dann sollen die besten Riemenruderer im Deutschland-Achter sitzen", sagt Chef-Trainer Hartmut Buschbacher. Die Selektion geht weiter.

Das ist Ansporn für beide Ulmer. Er wolle seinen Platz "zementieren", sagte Reinelt bei der Präsentation in Dortmund. Den Rummel genoss der Medizin-Student, mit 21 Jahren der Jüngste im Team und entsprechend gefragt. "Das ist wie zuhause mit meinem kleinen Bruder Robert", sagte Reinelt, als er zum Thema Alter befragt wurde: "Der ist auch sechs Jahre jünger als ich."

Es war vor allem die physische Stärke, die für Reinelt und Müller sprachen. Das Gefühl im Hintern, das zu Beginn der Saison nach Auskunft von Trainer und Ex-Steuermann Peter Thiede noch fehlte, ist dazu gekommen. Egal wie, für den Ulmer ist das alles noch etwas unwirklich: "Dass ich es von der U 23 gleich ganz nach oben geschafft habe, das ist schon riesig."


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Autor: UTE GALLBRONNER | 17.06.2010

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