Leichtathletik: Celina Kränzle im Pech

In ihrem letzten Rennen für den SC Vöhringen hat Celina Kränzle bei den deutschen Jugendmeisterschaften eine Medaille verpasst.

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Musste aufgrund einer Zerrung das 200-Meter-Finale mit angezogener Handbremse bestreiten: Celina Kränzle.  Foto: 

Maximale Ausbeute für die Starter des SSV 46 bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach: Alina Reh und Manuel Eitel fügten bei ihren letzten Jugendmeisterschaften ihrer langen Titelliste noch jeweils zwei hinzu. Die fünfte Medaille beim fünften Start steuerte Weitspringer Henry Behrens bei, der bei der U 18 mit glatten sieben Metern auf Rang drei sprang. Celina Kränzle (SC Vöhringen) lief über 100 und 200 m jeweils auf den fünften Rang.

Drei Dinge gab es bei den Startern der Region im Mönchengladbacher Grenzlandstadion gleich doppelt zu sehen: Einen äußerst coolen Manuel Eitel, der sich sowohl über 100 m als auch im Weitsprung von langen Pausen weniger beeindrucken ließ als die Konkurrenz, eine unangefochtene Alina Reh über 1500 und 3000 Meter und eine Celina Kränzle, die ihre Topform jeweils in der Vorschlussrunde unter Beweis stellte, das dann aber im Finale nicht wiederholen konnte.

Über 100 Meter rannte die Abiturientin im Halbfinale in 11,87 Sekunden die drittbeste Zeit und nur knapp über Bestzeit. Nach einer fast einstündigen Verzögerung direkt vor dem Finale, als nach einem schweren Stabhochsprung-Unfall der Rettungshubschrauber im Stadion landen musste, kam sie dann aber schlechter ins Rennen und musste mit 12,02 die Medaillen den anderen überlassen. „Für Bronze hätte sie allerdings eine neue Bestzeit laufen müssen“, sagte ihr Vöhringer Trainer Eugen Buchmüller.

Mehr Medaillenchancen hatte sich Kränzle in ihrem letzten 200-Meter-Rennen für den SC Vöhringen (siehe Info) ausgerechnet. Hier steigerte sie als Vorlaufschnellste ihre Bestzeit um drei Zehntel auf 23,92 Sekunden. Im Finale spürte sie aber bereits nach 50 Meter ein Ziehen im Oberschenkel und lief den Rest des Rennens unter Schmerzen zu Ende. Trotz der Muskelzerrung erreichte sie immer noch gute 24,13 Sekunden, verpasste aber die ersehnte Medaille um sieben Hundertstel.

Der Ulmer Manuel Eitel kam mit den schwierigen Bedingungen besser zurecht. Nach durchwachsenem Start ließ er die Widersacher im letzten Renndrittel regelrecht stehen und siegte mit 10,45 über 100 Meter mehr als deutlich. Anschließend schnappte sich Eitel seinen zweiten Titel: Mit 7,24 m ging er im Weitsprung sofort in Führung. Und als die Konkurrenz nach einer halbstündigen Regenpause noch brauchte, um wieder in den Wettbewerb zu finden, knallte Eitel 7,42 m raus. Sein jüngerer Vereinskamerad Henry Behrens überzeugte im U-18-Wettbewerb mit 7,00 m im zweiten Versuch, die ihm Bronze sicherten.

Zum großen Ulmer Finale am Sonntag steuerte Alina Reh innerhalb einer Stunde zwei Goldmedaillen bei. Nach einer halben Runde Antesten setzte sich die 19-jährige über 1500 m kontinuierlich vom Feld ab, lief in 4:27,71 Minuten sechs Sekunden Vorsprung heraus und konnte dabei noch Kräfte sparen fürs anschließende 3000-m-Finale. Reh absolvierte einen Steigerungslauf von Kilometer zu Kilometer, um am Ende nach 9:18,92 Minuten fast 150 Meter Vorsprung auf die Zweitplatzierte zu haben. Die wirklich schnellen Rennen wollen Reh und ihr Trainer Jürgen Austin-Kerl nach Olympia bei Meetings der Aktiven laufen.

Luisa Miorin (SC Vöhringen) schrammte als Neunte des 400-m-Hürdenvorlaufs in 62,52 Sekunden hauchdünn am Finale vorbei. Kerstin Steinle (SG Dettingen) lief über 100 m Hürden in 14,88 Sekunden Saisonbestzeit und verpasste das Halbfinale um eine Hundertstelsekunde.

Umzug nach Mannheim

Abschied Für die Sprinterinnen Celina Kränzle und Luisa Miorin vom SC Vöhringen bildeten die deutschen Jugendmeisterschaften zugleich den Höhepunkt und zugleich den Abschluss der Saison. Die beiden 18-Jährigen stehen nach bestandenem Abitur vor dem Studium. Kränzle muss dafür den Wohnort wechseln und schließt sich daher der MTG Mannheim an. Miorin nimmt ein BA-Studium in Neu-Ulm auf und wird voraussichtlich nicht mehr im gewohnten Umfang trainieren können. mha

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