Hockey: Auftakt im Hexenkessel

Die Regionalliga-Herren des SSV 46 haben ihren Start in die Hallensaison verpatzt. Nun wartet das erste Heimspiel in der Blauringhalle – und mit Mannheim ein echter Brocken.

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Christian Pluta (li.) und Johannes Liessem: Gibt es morgen für die Ulmer Hockey-Herren endlich Grund zum Jubeln?  Foto: 

Den Saisonstart in die zweite Regionalliga hat sich der Cheftrainer der Spatzen, Sascha Heinrich, anders vorgestellt. Beim Auswärts-Doppelspieltag vergangenes Wochenende musste sich seine Mannschaft sowohl der Reserve des Münchner SC als auch dem ASV München jeweils mit 4:5 geschlagen geben. Um den Beginn der Runde nicht komplett zu verpatzen, sollte ein Sieg her. Ein Selbstläufer wird das nicht. Denn als Gegner wartet die  Bundesligareserve des Mannheimer HC, der vermeintlich stärkste Gegner der Spielklasse.

Wenn am Freitag um 16 Uhr in der Blauringhalle angepfiffen wird, ist das Publikum ein sicherlich nicht unerheblicher Faktor im Spiel gegen den Favoriten aus Mannheim. Die Stimmung im „Hexenkessel“ ist jedoch traditionell gut – und gegen einen technisch starken Gegner könnte es einen offenen Schlagabtausch geben. Der Mannheimer HC 2, dessen erste Mannschaft vergangenes Jahr deutscher Vizemeister in der Halle wurde, startete zunächst mit einem Sieg gegen den TB Erlangen (8:5) in die neue Spielzeit, ehe es eine 4:6-Niederlage gegen den HLC München setzte.

Die Mammutaufgabe gegen Mannheim muss der SSV Ulm 1846 ohne Spielmacher Steffen van der Heyden antreten, ansonsten hat Sascha Heinrich jedoch den kompletten Kader zusammen. Im Training ging es in der abgelaufenen Woche vor allem darum, die Fehler vom vergangenen Auftaktspieltag abzustellen. Material für seine Videoanalysen hatte Heinrich jedenfalls genug: Gegen beide Münchner Mannschaften waren die Ulmer früh in Rückstand geraten. Nun könnte ein Ziel sein, aufmerksamer in die Partie zu starten oder sogar selbst in Führung zu gehen. Auch die Chancenauswertung vergangenes Wochenende kann als  „ausbaufähig“ bezeichnet werden, gegen den ASV vergab man beispielsweise einen Siebenmeter.

„Letztlich benötigen wir noch Zeit, um die neuen Spieler zu integrieren und zu voller Stärke zu finden“, meinte Heinrich zu der ernüchternden Bayern-Reise. Umso bitterer ist es, dass  Neuzugang van der Heyden fehlt – er soll dem SSV-Spiel nach dem Abgang von Philipp Geisen künftig mehr Struktur verleihen.

In der Blauringhalle treffen die Damen des SSV 46 morgen, 18.30 Uhr, auf den Oberliga-Absteiger VfB Stuttgart. Das zurückliegende spielfreie Wochenende hat Trainer Lukas Poustka genutzt, um mit seiner Mannschaft an den Fehlern aus dem 2:2 gegen den HC Tübingen zu arbeiten, bei dem man eine Führung aus der Hand gegeben hatte. „Uns erwartet ein körperbetontes, spannendes Spiel“, sagte Poustka mit Blick auf das Stuttgart-Spiel, bei dem der Trainer auf alle Spielerinnen zurückgreifen kann. „Die Mannschaft mit weniger Fehlern wird das Spiel gewinnen.“ Der VfB ist mit zwei Siegen in die neue Runde gestartet. mf

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