Empfingen: Die Empfinger Saiwald-Hexen schlafen nun bis zur nächsten Fasnet

Die Empfinger Hexen schlafen nun. Aber nur bis zur nächsten Saison, dann erwachen sie wieder zum Leben.
Emil HengerEin letztes Aufbäumen gestern Abend, das w ar’s dann für die E’pfenger Fasnet. Doch bevor die Saiwald-Hexen am Dienstagabend in einen langen Tiefschlaf versetzt wurden, ließ es die Empfinger Narrenzunft noch einmal richtig krachen. Nach dem Besuch bei den Deißlinger „Hagenverwürger“ waren die Hästräger noch in Hochstimmung. Die Zottla-Musik spielte beim Gang durch den Flecken, was das Zeug hielt. Beim Kehlhof angekommen, ertönte ein letztes Mal der Narrenmarsch. Dennis Drewing vom Vorstand der Kulturgemeinschaft kündigte es mit Bedauern an: „Die letzte Stunde der Fasnet hat geschlagen.“ Und Patrick Kolb skandierte laut: „Weand langsam schwach ond schlôfet ei, es send wirklich tolle Tage g’sei, so senket langsam uff da Boda nieder, weil miad ond schwach send eure Glieder. Für des Jôhr isch’s vorbei, mit da scheena Hexarei“, rief er den Hexen zu. Die Saiwald-Hexen ahnten wohl, was ihnen blüht. Freilich wollten sie sich nicht unterkriegen lassen, noch einmal gab es ein Aufbäumen. Dann führten sie den original Empfinger Hexentanz auf. Wie in den besten Narrentagen fegten sie über das Kehlhof-Plaster, tanzten mit ihren Besen oder schnappten sich einen Zuschauer und schwangen das Tanzbein. Ja, und dann ging ihnen die Puste aus. Die Besen wurden auf den Boden geschmissen, kraft- und saftlos gingen die Saiwald-Hexen zu Boden und versanken in den wohlverdienten Schlaf. Ein letztes „Narri, Narro“ und die diesjährige Fasnet war Geschichte.