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Karl-Hess-Tanzturnier des Narrenrings Main-Neckar in der Laudaer Stadthalle

In der Laudaer Stadthalle, seit 2007 Austragungsort des Karl-Hess-Tanzturniers des Narrenrings Main-Neckar, trafen sich am Wochenende rund 1600 Tänzer aus dem süddeutschen Raum.

FELIX RÖTTGER | 0 Meinungen

1600 Akteure bevölkerten am Wochenende beim 40. Karl-Hess-Tanzturnier des Narrenrings Main-Neckar die Laudaer Stadthalle. Obwohl noch Weihnachtsferien waren, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr das Starterfeld mit 120 Starts bei den Junioren (elf bis 15 Jahre alt) und 95 Starts bei den älteren Aktiven Ü15 (Jahrgänge 1997 und älter).

Diese verbandsoffene Qualifikations-Veranstaltung für das Meisterschaftsturnier des Bundes Deutscher Karneval wurde wie in den Vorjahren vom Elferrat der Stadt Osterburken in Verbindung mit der örtlichen Narrengesellschaft Strumpfkapp Ahoi reibungslos ausgerichtet. Bei den spannenden Wettbewerben gab es hauchdünne Entscheidungen, die von einer fachkundigen Jury nach festgelegten Bewertungskriterien zu treffen waren und naturgemäß dabei nicht immer ganz nach dem Geschmack des Publikums mit den jeweils in der Halle zahlreich vertretenen Fans aus den Hochburgen um Mannheim, Stuttgart, Nürnberg und Kassel ausfielen. Immerhin ging es weniger um den Titel eines Narrenringmeisters, sondern um die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft, die tatsächlich einige Tänzerinnen aus dem Narrenring Main-Neckar mit einem überzeugenden Auftritt schafften.

Die aus ganz Deutschland angereiste neunköpfige Jury mit Obmann Stefan Mohr und Marta Keller, Carmen Kutz, Kirstin Lohölter, Simone Hesse, Christina Grimm, Carmen Werner, Ariane Schöps, Michaela Wagner und Petra Riegler schaute zwei Tage konzentriert auf die exakte Ausführung, Schritte, Sprünge und Bewegungen im Takt der Musik, bewertete aber auch die Mimik und Körpersprache, die vor allem den besonderen Reiz der Schautänze ausmachten. Bei den Garden kam es auch auf die Größeneinteilung, Abstände und die Wendepunkte mit dem gleichen Fuß und den gleichen Abständen an, auch die Zahl der Tänzer floss indirekt in die Bewertung ein. Die gewohnt schmissige musikalische Umrahmung lieferte die Stadt- und Feuerwehrkapelle Osterburken unter ihrem Dirigenten Peter Brunn. Die Darbietungen wurden von Matthias Becker und Andreas Geiger (beide Osterburken) sowie Rainer John und Birgit Kaiser (jeweils Lauda) angesagt.

Der Nachwuchs des Narrenrings Main-Neckar schlug sich achtbar. Bei den Tanzmariechen der Junioren holte Evelin Reitenbach von der Narrengesellschaft Strumpfkapp Ahoi Lauda 432 Punkte und erreichte Platz 20 im Turnier. Im Narrenring kam sie auf den dritten Platz, nachdem sie im Vorjahr mit sechs Punkten mehr sogar ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte. Diesmal musste sie sich knapp Laura Behringer (436 Punkte) und Vanessa Wohlfahrt (444 P.; beide vom KTSC Lauda) geschlagen geben, die im Turnier die Ränge fünf und 16 belegten. Für einen Podestplatz beim Turnier fehlten Vanessa Wohlfahrt gerade mal acht Punkte. Turniersiegerin mit 460 Punkten wurde Cenie Müller (GFTB Die Filderer e.V. 1966).

Bei den Junioren-Tanzpaaren - hier gewannen Fabian Stollsteimer/Fabienne Dietrich (GFTB Die Filderer e.V. 1966) mit 448 Punkten- kamen Julia Albert/Jannis Brüger (Carneval-Freunde-Zellerau) mit 411 Punkte auf Rang 11 und Maike und Patrick Gehrsitz belegten mit 403 Zählern den elften Platz.

Turniersieger bei den Tanzgarden der Junioren wurde überlegen die Tanzsportgarde Plankstadt mit 446 Punkten. Nur knapp verpasste die Juniorengarde der Carneval-Freunde Zellerau Würzburg den dritten Platz; 427 Punkte brachten den verdienten vierten Platz ein, dicht gefolgt von der Royalgarde des KTSC Lauda mit 424 Zählern, der damit Narrenring-Meister wurde. Die Blau-Weiß-Garde der NG Strumpfkapp Ahoi Lauda kam mit 415 Punkten auf einen sehr guten achten Platz. Dritter im Narrenring Main-Neckar wurde die FG Lemia aus Krautheim (389 Punkte). Punktgleich mit "Effects 2012 Coburg e.V." wurde der KTSC Lauda Turniersieger im Schautanz (beide 450 Zähler). Der Nachwuchs des KTSC überzeugte mit dem gewählten Thema "Evolution?! Oder doch nicht?" ebenso wie die NG Strumpfkapp Ahoi Lauda, die mit "Venedig-erledigt" satte 446 Punkte und zur Freude des Anhangs die Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften holte. Achtbar schlug sich auch der TSC Walldürn mit 438 Punkten, der das Thema "Die Polizei in deinem Körper - Keine Macht den Viren" tanzte. Dahinter auf Rang zwölf landete der Elferrat der Stadt Osterburken mit dem Thema "Über den Wolken" (410 Punkte).

Spannend verliefen am Sonntag auch die Tanzwettbewerbe der Gruppe III - Ü15 -, die in der gleichen Reihenfolge wie die Junioren ihre Sieger ermittelten. Ein winziger Punkt mehr reichte Bianca Dürrbeck (Karneval-Club Röttenbach Die Besenbinder), um mit 475 Punkten bestes Tanzmariechen zu werden und für die höchste Tages- und Turnierwertung zwei Sonderpreise und Pokale zu gewinnen. Hier gab es ein Wiedersehen mit Sofia Schulz, die wie Hannah Förster vom KTSC Lauda nach Mannheim zur Feurio Große Carnevalsgesellschaft 1898 gewechselt war, nach einem kleinen Ausrutscher aber etwas den Faden verlor und mit 442 Punkten einen undankbaren achten Platz belegte. Im Vorjahr hatte sie noch für den KTSC 457 Punkte geholt. Dagegen landete die neue Narringring-Meisterin Saskia Schneeberger (F.G. Hordemer Wölf) abgeschlagen mit 366 Zählern auf dem 30. Platz. Besser machte es Madeleine Stadelmann (FG Versbach-Würzburg) mit Platz 13 und 438 Punkten. Noch besser lief es für sie mit ihrem Tanzpartner Daniel Trabold, denn beide holten mit 449 Punkten Platz drei bei den Tanzpaaren. Hier gewannen Sina Herb/Markus Schieber vom TSV Wiesental-Dettenheim deutlich mit 460 Punkten das Turnier.

Bei den Tanzgarden wurde die weibliche Garde des Tanzsportvereins Landau 2002 mit 456 Punkten Turniersieger. Sechste wurden die Carneval-Freunde Zellerau mit ihrer Aktivengarde (429 Punkte). Jeweils mit 415 Zählern teilten sich die Prinzengarde der NG Lauda und die Freggergarde der FG Hettemer Fregger e.V. den Titel des Narrenring-Meisters. Die Elferratsgarde aus Osterburken wurde Dritte mit 396 Punkten.

Zum Abschluss des Turniers glänzten 14 Gruppen mit phantasie- und humorvollen Schautänzen auf beachtlichem Niveau. Es siegte mit sehr guten 458 Punkten mit dem Thema "Deine Welt" der Karneval-Club Röttenbach. Narrenringmeister wurde die NG Lauda (434 Punkte) mit einer schwungvoll getanzten Geschichte mit Schmuddelprinzen, der zum Mädchenschwarm wurde; den zweiten Platz holten die Höpfemer Schnapsbrenner (434 Punkte), die diesmal den Männern bei der Umsetzung ihrer Träume von einem Männerurlaub mit nicht wenigen reizvollen Frauen den Vortritt ließen. Winzige zwei Zähler weniger brachte dem Elferrat der Stadt Osterburken die Londoner Jagd nach Mister X ein. Der originelle Auftritt wurde mit dem undankbaren sechsten Platz nur unzureichend belohnt.

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