Neues Team, neue Liga und viel Selbstvertrauen
Das Abenteuer Regionalliga beginnt für die Ringer des KSV Unterelchingen am Samstag mit dem Duell gegen den VFK Mühlenbach. Dabei werden vier der fünf Neuzugänge ihre Premierenvorstellung abliefern.
Wenn die Unterelchinger Ringer am Samstag in der heimischen KSV-Halle gegen den VFK Mühlenbach (20 Uhr) ins Abenteuer Regionalliga starten, werden einige bekannte Gesichter nicht mehr zu sehen sein. Nach der souveränen Oberliga-Meisterschaft (32:0 Punkte) gab es einen Schnitt. So trennte sich der KSV auch von der georgischen Ringer-Fraktion um den bisherigen Klassik-Trainer Tariel Shavadze.
Shavadze ist nun Coach beim SC Korb in der Landesklasse. Ntante Chavempashvilli (bis 84 kg, griechisch-römisch gr, zum Zweitligisten SC Kleinostheim), Teimuraz Beradze (74 kg/84 kg, gr, zum Oberligisten KSK Furtwangen), Shota Japavidze (84 kg, Freistil F) und Dato Geier (74 kg, gr, beide zum Bezirksklassenklub ASV Bellenberg) haben neue Vereine gefunden.
Georgiens Nationaltrainer Akaki Chachua (66 kg, gr) hat indes aufgehört. Sein Ringerpass liegt aber genauso wie der von Amiran Shavadze (55kg/60 kg, gr) und Paata Dvalidze (120 kg, gr) noch beim KSV. Zudem ist Thomas Dietrich (66 kg, F/gr) zu seinem Heimatklub ASV Bellenberg, der zum Bezirksklassenstart am Samstag um 18 Uhr den Regionalligavorkampf gegen die Unterelchinger Zweite in der KSV-Halle bestreitet, zurückgekehrt.
Für Tariel Shavadze ist nun Patric Nuding als Trainer für den klassischen Stil zuständig. Der 28-Jährige, zuletzt als Ringer deutscher Mannschaftsmeister mit dem KSV Aalen 05 und in dieser Saison noch beim Bundesligisten SV Siegfried Hallbergmoos im Einsatz, stand beim letztmaligen Regionalliga-Ausflug vor genau zehn Jahren noch als Ringer für den KSV auf der Matte. Damals holte Elchingen mit einigen EU-Ausländern souverän mit 36:0 Punkten den Titel und stieg unter Trainer Hans Partsch in die zweite Bundesliga auf. Doch die Vorzeichen für diese Saison sind völlig anders. "Wir legen unser Hauptaugenmerk auf die eigenen talentierten Ringer. Deswegen betreiben wir auch den Aufwand", sagt Nuding.
So werden bei sechs der zehn Kämpfe KSV-Eigengewächse ihre Regionalliga-Feuertaufe bestehen müssen. Wobei Rückkehrer Lars-Rene Schmidt (84 kg, gr, vom Zweitligisten ASV Schorndorf) schon Bundesligaerfahrung beim TSV Dewangen vorzuweisen hat. Und Mathias Krauter (66 kg, F) zählt in seiner zweiten Saison quasi sowieso schon zum Inventar beim KSV.
Durch die herausragenden Kontakte von Nuding in der Ringerszene konnten die noch vakanten Positionen hochkarätig besetzt werden. Ugur Dogan (96 kg/120 kg, gr) hat zuletzt beim ASV Mainz 88 in der Bundesliga gerungen. Der armenische Nationalkaderringer Aram Julfalakyan (66 kg, gr) ist der Bruder von Aalens Meisterringer Arsen Julfalakyan. Vom Oberligaabsteiger KG Königsbronn/Amstetten kommt der finnische Meister Fatos Durmishi (55 kg, F/gr). Als Alternative vor allem im klassischen Stil steht in dieser Gewichtsklasse Khamit Shavaev, Fünfter der russischen Meisterschaften, zur Verfügung.
"Für die Ausländer kann ich meine Hand ins Feuer legen", betont Nuding. Von den drei Kontingent-Männern Julfalakyan, Durmishi und Shavaev dürfen aber pro Kampf nur zwei eingesetzt werden.
Wie aber schätzt man beim KSV die Erfolgsaussichten ein? "Wir können manchen Favoriten stürzen", ist Nuding überzeugt. Freistiltrainer Dieter Folz sieht bei bis zu zwei Direktabsteigern sowie Relegationsplatz acht in der zehn Teams starken Regionalliga im Normalfall keine Probleme: "Wenn wir ohne große Verletzungen bleiben, sollte Rang vier bis sechs drin sein."
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Autor: DETLEF GRONINGER | 02.09.2010
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Patric Nuding (links), zuletzt deutscher Meister mit Aalen, soll nun als Klassik-Trainer beim KSV Unterelchingen für eine erfolgreiche Saison sorgen. Archivfoto
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