Haller liefert wieder den Knaller

Der Name Jens Haller hat immer noch einen guten Klang, wenn es um alpine Ski-Titel in Baden-Württemberg geht. Der Fahrer vom DAV Neu-Ulm hängte bei den Slalom-Titelkämpfen wieder mal alle ab.

Alter schützt vor Titel nicht: Jens Haller (31), Routinier des DAV Neu-Ulm in der alpinen Ski-Szene, vergrößerte bei den baden-württembergischen Meisterschaften seine Trophäensammlung. In Bernau im Schwarzwald wurde Haller erneut Titelträger im Slalom. Der Abstand zum Zweitplatzierten betrug zwar keine Ewigkeit, aber den Rest vom Schützenfest ließ der Sieger weit hinter sich.

Das Double schaffte Jens Haller indes nicht. Im Riesenslalom machte er sich nach dem ersten Durchgang (44:40 Sekunden) zwar noch berechtigte Hoffnungen, aber im zweiten Lauf kam er in Schwierigkeiten und musste nach einem ärgerlichen Patzer mit 52:93 Sekunden und Rang 14 vorlieb nehmen.

Mit Markus Bader und Ramona Böttinger machten zwei Talente des DAV Neu-Ulm in Bernau auf sich aufmerksam. Und das, obwohl sich die beiden, die dem Jahrgang 1995 angehören, mit älterer Konkurrenz (Jahrgänge 92 bis 94) auseinandersetzen mussten.

Der Vöhringer Bader kam dabei im Riesenslalom auf Platz drei - und war gleichzeitig der Schnellste seines Jahrgangs. In der Gesamtergebnisliste (einschließlich der Aktiven-Konkurrenz) bedeutete dies Position sechs. Der Schützling von Trainer Moritz Götfert war im Riesenslalom nicht ganz so erfolgreich (Platz acht der Jugendwertung, Rang drei für seinen Jahrgang, Position sieben der Gesamtwertung).

Mit seinem Abschneiden dürfte sich Markus Bader den Start bei den deutschen Meisterschaften in Oberwiesenthal ebenso gesichert haben wie Ramona Böttinger die Teilnahme am Feldberg. Sie wurde in Bernau Dritte der Jugend-Wertung im Riesenslalom, was Rang zwei ihrer Altersklasse bedeutete. Im Slalom fiel sie von Position zwei auf fünf zurück, war damit wiederum Zweite der U-16-Wertung.

Solche Rennen haben jene Nachwuchskräfte, die bei der ersten Qualifikation für das baden-württembergische Finale der Talentiade starteten, noch vor sich. Am Hochlitten im Bregenzer Wald ausgefahren absolvierten 136 Kinder der Jahrgänge 2001 bis 2005 einen variablen Lauf mit Slalom- und Riesenslalomradien, Steilwandkurven, Wellenbahn und großer Schanze. Der schnellere von zwei Läufen kam in die Wertung. Der Skibezirk Alb-Donau war fast ausschließlich nur durch den DAV Ulm vertreten: Allein 23 Ulmer Kinder gingen an den Start. Nadine Fetzer schaffte als einzige (Jahrgang 2002) die Qualifikation für das Finale im März mit zwei engagierten und fehlerfreien Läufen.


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Autor: BZ/PR | 01.02.2012

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