Podolski ist der Prügelknabe von Inter Mailand

Der Wechsel ist ihm nicht gut bekommen: Lukas Podolski fühlt sich bei Inter Mailand ebenso unglücklich wie zuvor bei Arsenal London.

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Lukas Podolski: "Schädlich für das Spiel" von Inter Mailand.  Foto: 

Lukas Podolski hatte sich viel vorgenommen. Der Weltmeister nahm zwei Schritte Anlauf, rammte seinen rechten Fuß neben dem Ball in den Rasen, holte mit dem linken Schwungbein weit aus - und trat vor die Eckfahne. Der Ball hoppelte ein paar kümmerliche Meter ins Feld hinein, Podolski hüpfte vor Schmerz auf einem Bein.

Manchmal sagt eine Kurzaufnahme wesentlich mehr aus als eine Analyse von 90 Minuten. So wie diese Szene aus der 16. Minute des Heimspiels von Inter Mailand gegen den AC Florenz (0:1).

Podolski ist bei Inter immer noch nicht richtig angekommen, entsprechend deftig fiel die Kritik aus. Die italienischen Zeitungen bedachten den Ex-Kölner nicht nur mit der schlechtesten Note aller Inter-Spieler, die renommierte Gazzetta dello Sport verstieg sich sogar zu der Behauptung, Podolski sei "schädlich für das Spiel".

Und Trainer Roberto Mancini? Der bereute, seinen Winter-Stareinkauf überhaupt aufgestellt zu haben. "Von ihm erwarte ich deutlich mehr. Xherdan Shaqiri war nach seiner Einwechslung sehr gut. Im Nachhinein denke ich mir, ich hätte ihn von Anfang an bringen müssen", analysierte er. Shaqiri war in der 66. Minute für Podolski gekommen, er belebte das müde Spiel.

Der Corriere dello Sport verglich die beiden, das Ergebnis: Podolski fremdelt noch. "Im Winter hat Inter zwei Stürmer erworben. Einen starken - und einen anderen, der das Spiel dieser Mannschaft immer noch nicht begriffen hat. Das ist Podolski", schrieb die Sportzeitung.

Nach 580 Einsatzminuten in acht Pflichtspielen für seinen neuen Verein wartet Podolski noch auf das erste Tor. Auch das Duell mit Mario Gomez fiel aus, denn der Ex-Stuttgarter stand nicht im Florenz-Kader. Dabei hatte er am Donnerstag gegen Tottenham Hotspur (2:0) noch sein erstes Europa-League-Tor seit einem Jahr erzielt.

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