Otto und Co. zeigen Klasse

Bereit für die Hallen-EM: Stab-Artist Björn Otto, Sprinterin Verena Sailer und Kugelstoßerin Christina Schwanitz sorgten bei der DM für Top-Leistungen.

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Die deutschen Leichtathleten haben auch ohne Stars wie Robert Harting oder David Storl Hoffnungen auf ein erfolgreiches WM-Jahr geweckt. Bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund ragte neben Sprinterin Verena Sailer und Kugelstoßerin Christina Schwanitz vor allem Stabhochspringer Björn Otto mit seinem knappen Sieg über Malte Mohr heraus. Sie alle zeigten Leistungen von internationalem Format und zählen nun genau wie die beiden Weitspringer Christian Reif und Sebastian Bayer zu den Titelanwärtern bei der Hallen-EM am nächsten Wochenende in Göteborg.

Das deutsche Aufgebot wird heute nominiert. "Es ist ein hammergeiles Gefühl, so nach Göteborg zu fliegen. Hoffentlich wird das da noch schöner", sagte Schwanitz. Die Kugelstoßerin stellte mit 19,79 Metern überraschend eine Weltjahresbestleistung auf. Buchstäblich für den Höhepunkt in Dortmund sorgte der Olympia-Zweite Björn Otto, der den stark besetzten Stabhochsprung-Wettbewerb vor 4000 Zuschauern nur knapp vor seinem Rivalen Mohr gewann. Der Wettkampf verlief spannend: Otto hatte bei 5,70 und 5,80 große Probleme, übersprang die Sieghöhe von 5,85 Metern dann im ersten Versuch. Beim deutschen Freiluft-Meister Mohr lief es genau umgekehrt: 5,70 und 5,80 meisterte er mühelos, an den 5,90 Metern scheiterte er aber.

Während sich Kugelstoß-Veteran Ralf Bartels mit dem letzten Versuch seine 14. deutsche Meisterschaft sicherte, baute Verena Sailer ihre Erfolgsbilanz auf elf Titel in der Halle und im Freien aus. Die 27-Jährige von der MTG Mannheim gewann das 60-Meter-Finale in 7,18 Sekunden vor Tatjana Pinto, obwohl sie ihren Start zuvor schon so gut wie abgesagt hatte. "Letzte Woche lag ich noch mit Fieber im Bett und dachte mir: Das wird alles nichts mehr", sagte sie. Ebenfalls ein EM-Ticket für Göteborg sicher hat Hürden-Vizemeister Gregor Traber (LAV Tübingen).

Chef-Bundestrainer Idriss Gonschiska freute sich auch über die persönliche Bestzeit von Julian Reus (6,56 Sekunden) bei den Männern: "Der positive Trend im Sprint-Bereich hat sich mit Julian und Verena fortgesetzt. Sie haben für die nächste Woche noch einmal Selbstvertrauen tanken können."

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