Nur Sympathie gewonnen - 0:5

So fair das deutsche Davis-Cup-Team das bittere 0:5 in Argentinien hinnahm, die Tennis-Auswahl mit ihrem neuen Kapitän ist erneut in Abstiegsgefahr.

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Erfahrung gesammelt: Christopher Kas (rechts) mit Tobias Kamke. Foto: dpa

Die freundlichen, aber kränkelnden Tennis-Verlierer aus Deutschland stecken wieder in der Bredouille. Immerhin trat das von gleich zwei Ausfällen gebeutelte Davis-Cup-Team beim neuerlichen K.o. gegen Argentinien besser auf als vor einem Jahr. Angesichts des warmen Beifalls in Buenos Aires und positiver Erkenntnisse trotz des 0:5 gab der neue Teamchef Carsten Arriens nach seinem unglücklich verlaufenen Debüt zu: "Die Enttäuschung hält sich ehrlich gesagt in Grenzen." Dabei machen die reinen Fakten wenig Freude: Mitte September geht es erneut in die Relegation, weil wie beim 1:4 in Bamberg im Februar 2012 schon vor dem Schlusstag gegen Argentinien nichts mehr zu holen war - wenn auch diesmal ohne internen Krach und mit Verletzungspech beim bitteren Aus für Philipp Kohlschreiber. Sein Ersatz Tobias Kamke verlor gestern 4:6, 6:7 (2:7) gegen Juan Mónaco. Doppel-Spezialist Christopher Kas unterlag gegen Carlos Berlocq an dessen 30. Geburtstag mit 2:6, 4:6. Kas sprang für Florian Mayer ein, der Bayreuther fuhr wegen Magen-Darm-Problemen ins Krankenhaus. Sein Ausfall passte zu einem verkorksten Wochenende. Schon am Samstag blickten Arriens und seine Schützlinge nach dem 1:6, 4:6, 7:5, 2:6 des Not-Doppels Kas und Kamke gegen Altmeister David Nalbandian und Horacio Zeballos ernüchtert zu den Argentiniern. Mit Sektduschen feierten die ohne Top-Star Juan Martin Del Potro angetretenen Gastgeber erleichtert den entscheidenden 3:0-Vorsprung - und den Viertelfinal-Einzug gegen Frankreich.

Titelverteidiger Tschechien hat derweil ebenfalls gewonnen und steht im Viertelfinale. Ein Doppelfehler setzte den kuriosen Schlusspunkt hinter ein unvergessliches Spiel - 7:01 Stunden waren im Doppel zwischen der Schweiz (ohne Roger Federer angetreten) und den Tschechen gespielt, da verfehlten Mario Chiundinellis Aufschläge ihr Ziel. Der erste landete im Netz, der zweite im Aus. Fassungsloses Schweigen in Genf: Tschechien gewann nicht nur das längste Spiel in der 113-jährigen Geschichte des Davis Cups, sondern gestern dann auch das gesamte Match.

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