Nur Bronze nach Sturz im Team-Sprint der Nordischen Kombinierer

Eine WM-Bronzemedaille ist eigentlich ein Grund zur Freude. Nicht so bei den deutschen Kombinierern im Teamsprint. Ein Sturz Tino Edelmanns verdarb die glänzende Ausgangsposition nach dem Springen.

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  • Schon hier, beim Wechsel mit Eric Frenzel, wäre Tino Edelmann (links) fast gestürzt. Später kostete sein Sturz die Chance auf mehr als die Bronzemedaille. Foto: Imago 1/2
    Schon hier, beim Wechsel mit Eric Frenzel, wäre Tino Edelmann (links) fast gestürzt. Später kostete sein Sturz die Chance auf mehr als die Bronzemedaille. Foto: Imago
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Erst am Abend auf der Piazza Giuseppe Verdi in Cavalese hellten sich die Gesichtszüge von Tino Edelmann auf. Bei der stimmungsvollen Siegeszeremonie auf dem mit Zuschauern vollgepackten Platz schloss der Kombinierer seinen Frieden mit der Bronzemedaille, die ihm da von Fis-Präsident Gian Franco Kasper um den Hals gehängt wurde.

Fünf Stunden vorher war der 27-Jährige aus Zella-Mehlis im Langlauf-Stadion von Lago di Tesero völlig zerknirscht gewesen. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll, außer Entschuldigung. Das passiert mir in 5000 Langlauf-Kilometern einmal - und das war heute", sagte er mit Blick auf Teamkollegen Eric Frenzel und die Trainerschaft, die ihm für die Premiere des Teamsprints bei einer WM das Vertrauen geschenkt hatte.

Auf seiner fünften und letzten 1,5-km-Runde war Edelmann mit der Skispitze in einem Schneebuckel hängen geblieben, hatte eine halbe Pirouette gedreht und war in den aufgeweichten weißen Untergrund gestürzt. Vorbei war die Chance, mit dem französischen und dem österreichischen Zweier-Team um mehr als Platz drei zu kämpfen. "Ich hätte vorausschauender laufen müssen, ich habe den Buckel in dem welligen Gelände nicht gesehen", berichtete der Thüringer.

Hermann Weinbuch nahm es nicht tragisch. "Nach dem tollen Sprungergebnis haben wir mit Gold geliebäugelt, aber dann darf kein Missgeschick passieren", sagte der Bundestrainer: "Gegen die Franzosen hätten wir eh keine Chance gehabt, die hatten einen super Ski." Edelmann (124,5 m) und Frenzel (127 m) hatten als Führende nach dem Springen 12 Sekunden Vorsprung auf Japan und gar 43 Sekunden auf Frankreich gehabt. Der Bonus war aber bald aufgebraucht.

Mit dem Sturz wurde Edelmann vollends zum Pechvogel. Vor der WM war er in bester Form gewesen, dann fesselte ihn eine Grippe zwei Wochen ans Bett. Und im Einzelwettbewerb stürzte er beim Springen. Kontrastprogramm bei Jason Lamy Chappuis. Der Franzose hatte nach dem Teamsprint dreimal Gold und einmal Bronze im Gepäck.

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