NEBEN DER SPUR: Hubertus und der Damen-Ski

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Das war ja mal eine Überraschung: 139 Athletinnen starteten gestern beim WM-Riesenslalom der Damen: Am Ende eines langen Tages kamen viele, teilweise irgendwie, über die Ziellinie. Eine der Allerletzten im Gesamt-Klassement war die Inderin Varsha Devi, die nach dem ersten Durchgang schon über eine Minute Rückstand hatte und sich als 124. nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnte. Trotz des kräftigen Rückstands zeigte Silbermedaillengewinnerin Tina Maze Mitgefühl: "Ach, Olympische Spiele und Weltmeisterschaften sind doch offen für alle!"

Ja, da schau her! Die Männer mussten auf der unbeachteten, abgelegenen Reiteralm Quali-Rennen austragen, um heute starten zu dürfen. Wo bleibt da die Gleichberechtigung? FIS-Topmanager Atle Skradaal meinte nur: "Wir waren überrascht, wie viele Frauen sich angemeldet haben."

Übrigens: Der Japaner Tomoya Ishii (23) hat die Quali gewonnen. Die besten 25 Läufer des "Exoten-Rennens" dürfen heute ran. Es wird ein buntes Treiben: Insgesamt setzten sich in dem Ausscheidungsrennen Athleten aus 18 Nationen durch, darunter Starter aus Andorra, Argentinien, Australien, Chile, Monaco, den Niederlanden, Iran und Neuseeland. Für den Jamaikaner Michael Williams (wir berichteten) erfüllte sich der WM-Traum nicht. Als 66. und Letzter hatte er einen Rückstand von fast 1:46 Minuten. Zum Vorletzten, Meng-Che Wu aus Taiwan, fehlten Williams fast 20 Sekunden. Der ach so ehrgeizige Jean-Pierre Roy (Haiti) war auf Rang 64 sogar um 30 Sekunden schneller.

Hubertus von Hohenlohe, der für Mexiko startet, wurde disqualifiziert. Früher auf der Piste gelegentlich durch eine "Prinzen-Rolle" vorwärts aufgefallen, stand er gestern mit nicht regelkonformem Damen-Ski am Start. Das hat ihm und dem Publikum doch etwas erspart.

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