NEBEN DER SPUR: Erwünschtes Schlafen in der Schule

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Es gab Zeiten, da waren die Steirer auf einen ihrer berühmtesten Söhne gar nicht mehr stolz. Arnold Schwarzenegger hatte sich als Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien nicht gegen die Todesstrafe ausgesprochen. Zwischen Sacramento und Graz gabs ein unschönes Hin und Her, das darin gipfelte: Schwarzenegger schickte den Ehrenring der Landeshauptstadt zurück und bestand darauf, seine Namens-Lettern am nach ihm benannten Fußball-Stadion abmontieren zu lassen - was die Stadt nächtens tat.

Nun hat der "Terminator" nicht mehr die dicke Hose des US-Politikers an, sondern erneut Klamotten für die Leinwand. Spätestens seit die "steirische Eiche" wieder Kino-Streifen produziert, haben sie sich alle wieder lieb im selbsternannten "grünen Herzen Europas".

Schwarzenegger durfte gestern bei der kunterbunten Eröffnung der Ski-WM in Schladming nicht fehlen. Dafür wurde dem 65-Jährigen ein maßgefertigter Schladminger verpasst, dahinter verbirgt sich eine für die Region typische Loden-Jacke. Von der Oberarmweite (50 cm) über die Oberweite (125 cm) und Taille (102 cm) bis zur Hüfte (112 cm) wurde exakt Maß genommen, dazu gabs einen eigens angefertigten Ski-Helm aus einem ein Zentimeter dicken Eichenholz. Was man damit künftig machen kann? Hm. Für sein nahe Graz eröffnetes Museum taugt das Designer-Stück allemal.

Ein Elfjähriger konnte Schwarzenegger nur aus größerer Entfernung sehen. Er sah trotzdem sehr zufrieden aus. "Wir haben Ferien", sagte er und grinste frech, "wegen der WM". Wie bitte? "Ja, in unserer Schule wurden Betten für die vielen Helfer aufgebaut." Seine Mutter stand dem Sprössling zur Seite: "Es ist besser so. Während der WM sind die Kinder mit dem Kopf sowieso woanders." Das war kein Film, das war Realität. Uuuund Action!

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