Nachhilfestunde vor dem Nachsitzen

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Vor dem Nachsitzen gab es erst mal eine Nachhilfestunde. Markus Weise kannte kein Erbarmen. Hinsetzen und zuschauen, befahl der Bundestrainer den deutschen Hockey-Herren.

Rund 40 Szenen aus der Vorrunden-Niederlage gegen die Niederlande (1:3) spielte Weise seinem Team vor - viel Schönes gab es nicht zu sehen. "Eines unserer schwächsten Spiele seit langem", nannte Moritz Fürste die erste Schlappe bei Olympia seit 2004.

Ein reiner Horror-Streifen wurde nicht aus dem Material, das Weise nächtens zusammengeschnitten hatte, "es waren ja auch positive Sachen dabei", sagte er. Insgesamt dürfte der Anteil der Fehler, die den Olympiasieger auf dem erneuten Weg ins Halbfinale zum Nachsitzen im letzten Gruppenspiel heute (22.15) gegen Neuseeland zwingen, aber deutlich größer gewesen sein. "Einige Leute haben gar nicht mitgespielt", so der Bundestrainer.

In der Tat hatte auch der Olympiasieger die korrekte Anzahl an Spielern auf dem Feld, die meisten aber waren offensichtlich nicht bei der Sache. "Auf fünf, sechs, sieben Schlüsselpositionen", sagte Fürste, "waren wir weit unter Form." Vielleicht, mutmaßte er, "hat ja auch eine Rolle gespielt, dass ein Unentschieden gereicht hätte".

Torjäger Christopher Zeller ergänzte: "Wir dachten vielleicht, das Spiel gewinnen wir auch ganz locker, so sah es dann ja auch aus." Aus Fehlern lernt man bekanntlich, und für die meisten Spieler war es ein Weckruf zur richtigen Zeit. "Jetzt haben wir quasi ein Viertelfinale gegen Neuseeland", sagte Mittelfeldspieler Fürste und versicherte: "Solche Situationen liegen uns immer, da sind wir hundertprozentig konzentriert."

Sollte Südkorea gegen die bereits qualifizierten Holländer gewinnen, würde Deutschland gegen Neuseeland noch einen Punkt benötigen. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage von Südkorea könnte Deutschland anschließend aber auch verlieren.

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