Mut zu viertem Anlauf

Dreimal hintereinander ist Oberstdorf mit Bewerbungen für Nordische Ski-Weltmeisterschaften gescheitert, der vierte Anlauf soll jetzt gelingen.

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Dreimal probiert, dreimal ist nichts passiert. Dass Oberstdorf beim vierten Versuch, nach 2005 wieder Ausrichter einer Nordischen Ski-WM zu werden, erfolgreich sein wird, davon ist Alfons Hörmann überzeugt. "Wir sind international mehrfach aufgefordert worden, mit Oberstdorf um die WM 2019 ins Rennen zu gehen. Ich sehe die Chancen als gut an und bin optimistisch", sagte der Präsident des Deutschen Skiverbandes. Die Verbandsspitze hat sich einstimmig entschieden, sich beim Kongress des Weltverbandes Fis im Juni 2014 in Barcelona zu bewerben.

Die Marktgemeinde im Oberallgäu hatte nach 1987 auch vor acht Jahren Weltmeisterschaften ausgerichtet, die auch international in den höchsten Tönen gelobt wurden. Dennoch war Oberstdorf im Rennen um die Titelkämpfe 2013, 2015 und 2017 dreimal hintereinander gescheitert. Die WM 2015 findet in Falun (Schweden) statt, die WM 2017 in Lahti (Finnland). "Bei der Stimmungslage kommt es drauf an, wer am dransten ist", machte Hörmann deutlich: "Niemand zweifelt auch nur ansatzweise daran, dass Oberstdorf ein guter Gastgeber ist." Bis 1. Mai muss die Bewerbung eingereicht sein. Bisher steht Planica/Slowenien als Gegenkandidat fest.

Problematisch könnte die Tatsache sein, dass sich Oberstdorf in Barcelona auch für die Skiflug-WM 2018 bewirbt. Die letzte Skiflug-WM im Stillachtal war 2008 ausgerichtet worden. Da es weltweit nur fünf Flugschanzen gibt - Vikersund, Planica, Bad Mitterndorf (Kulm), Harrachov und Oberstdorf, wäre das Allgäu nach zehn Jahren wieder dran.

Auch Josef Geiger jun., der 2. Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf, geht davon aus, dass der Kurort diesmal den Zuschlag erhält. "Wir wurden von vielen sehr wichtigen Leuten ermuntert. Die internationalen Funktionäre sagen, dass wir dran sind", sagte Geiger auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Das Netzwerk, das sich Hörmann inzwischen geschaffen habe, sei tragfähig. Auch bei den früheren Anläufen sei Oberstdorf bescheinigt worden, es gehöre zu den Besten. Finanziell sieht Geiger diesmal kein Problem: "Die Infrastruktur steht, wir wissen, was alles kostet. Wir werden eine schwarze Null schreiben."

Sollte Oberstdorf allerdings zum vierten Mal in Folge scheitern, wird es keinen weiteren Versuch geben. Dann soll möglichst schnell nach 2011 wieder eine Alpine Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen veranstaltet werden. "Es besteht grundsätzlich die Bereitschaft, je schneller je lieber", betonte Hörmann.

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