Motorsprot: Cortese macht Krafttraining für schnelle Runden

2012 hätte es für Motorradfahrer Sandro Cortese nicht besser laufen können. Nun gab der Weltmeister Einblicke in den Trainingsplan für einen erfolgreichen Start in der Moto2.

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Die 11 auf dem Bike, die nächsten Erfolge im Visier: Sandro Cortese ist mit den letzten Tests vor dem Saisonstart zufrieden.  Foto: 

Sandro Cortese steht nach dem souveränen Weltmeistertitel in der Motorrad-Rennklasse Moto3 vor einer aufregenden Saison. Erstmals tritt der Italo-Deutsche schließlich in vier Wochen in der Moto2-Klasse an und wechselt damit von 250 auf atemberaubende 600 Kubikzentimeter. „Das ist eine komplett andere Maschine, die mit 140 Kilo fast doppelt so schwer ist. Auch die Leistung steigert sich von 55 auf 130 PS. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen“, gibt Cortese wenige Wochen nach den ersten Tests im spanischen Valencia zu bedenken. Einen Durchmarsch in die Moto3 wird es also aller Voraussicht nach nicht geben.

Um trotzdem bestmöglich auf die schwerere Klasse vorbereitet zu sein, trainiert Cortese abseits der Strecke fleißig im Kraftraum. „Ich brauche mehr Kraft, um die Maschine zu handeln. Dafür habe ich in der Winterpause hart gearbeitet und mir drei Kilo Muskelmasse antrainiert. Ich war auch sechsmal die Woche im Fitnessstudio.“ Und er ergänzt: „Beim Motorradfahren wird der ganze Körper beansprucht: vom Nacken über den Rücken, die Arme bis hin zu den Beinen. Zudem ist enorme Kondition und Koordination gefragt. Fehler werden nicht verziehen. So ist es auch im Rennen. Auch wenn ich die Kurve zum fünfzigsten Mal fahre: Ich muss sie perfekt nehmen, sonst liege ich auf dem Boden.“

Die Gefahren des Motorradsports halten Sandro Cortese schon lange nicht mehr davon ab, täglich auf die Maschine zu steigen. „Es ist eine Risikosportart und sicherlich nicht mit Schachspielen zu vergleichen. Aber darin liegt auch der Reiz. Wer sich für diese Sportart entscheidet, muss damit rechnen, dass er früher oder später auch mal stürzt.“ Und weiter macht er klar: „Die langsamen Stürze sind oftmals die gefährlicheren, das ist zumindest meine Erfahrung. Bei einem schnellen Sturz rutscht man mehr über die Straße, bei einem langsamen lande ich plump auf dem Boden."

Am besten wäre freilich, Sandro Cortese kommt mit der schweren Maschine gar nicht zu Sturz. Am 4. April wird es ernst. Dann zeigt sich, ob sich die schweißtreibenden Einheiten im Kraftraum in Top-Ten-Platzierungen auszahlen.

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