Medwedew streitet Doping-System weiter ab

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Russland Ministerpräsident Dmitri Medwedew streitet organisiertes Doping weiter ab. Foto: Yekaterina Shtukina  Foto: 

Ungeachtet der IOC-Strafen weist Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew den Vorwurf organisierten Dopings zurück. „Wir können und wir werden nicht etwas zugeben, das auf fehlerhaften Schlussfolgerungen beruht“, sagte er in Moskau.

Wie zuvor Kremlchef Wladimir Putin nannte Medwedew das Vorgehen gegen den russischen Sport politisch motiviert. Es solle Unruhe vor der Präsidentenwahl 2018 schüren.

Wegen des seit zwei Jahren schwelenden Doping-Skandals hatte das Internationale Olympische Komitee am Dienstag Russland als organisierte Sportnation von den kommenden Winterspielen in Südkorea ausgeschlossen. Nachweislich saubere russische Sportler dürfen unter olympischer Flagge in Pyeongchang antreten. Putin hat den Athleten die Teilnahme freigestellt.

Medwedew kritisierte vor allem die Befunde der IOC-Kommission unter Vorsitz des ehemaligen Schweizer Bundespräsidenten Samuel Schmid, die nach Belegen für eine staatliche Beteiligung am Doping gesucht hatte. Das sei eine „klare Lüge“, die sich nur auf Aussagen eines einzelnen, zweifelhaften Zeugen stütze, sagte der Ministerpräsident der Agentur Interfax zufolge.

Gemeint war Grigori Rodschenkow, früher Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors. Er hat nach seiner Flucht in die USA das System offengelegt. Das russische Sportministerium war nach dem Schmid-Bericht bis hinauf zu Vizeminister Juri Nagornych verwickelt.

Bericht der IOC-Disziplinar-Kommission (Engl.)

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