Max Müller: Zur Not mit vier Fingern

Hockey-Olympiasieger Deutschland kann im Halbfinale gegen Australien mit Kapitän und Abwehrchef Max Müller rechnen. Die Erleichterung war groß.

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    Harter Hund: Max Müller würde seinen Finger fürs Halbfinale opfern.Foto:dpa
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Max Müllers Nacht war unruhig gewesen. Die Schmerzen in der rechten Hand hatte er mit einem dicken Eisbeutel betäubt. Gestern konnte der Kapitän der deutschen Hockey-Herren aber schon wieder lächeln: Entwarnung im Krankenhaus, nichts ist gebrochen, einem Einsatz im heutigen Halbfinale gegen Australien (16.30 Uhr MESZ) steht wohl nichts mehr im Wege. "Es ist zum Glück nur eine schwere Quetschung", teilte Sportdirektor Heino Knuf gestern mit. Der Kapitän werde "aller Voraussicht nach mitspielen können".

Der 25 Jahre alte Olympiasieger von Peking hatte schon am Dienstagabend keine Zweifel daran gelassen, dass er für einen Einsatz gegen Australien auch zu drastischen Maßnahmen greifen würde: "Bevor ich hier ausscheide aus dem Turnier, müsste man mir den Finger schon abschneiden." Alles, was möglich ist, wolle er versuchen, sagte er: "Vielleicht können wir den Finger irgendwie lahmlegen. Vielleicht betäuben, damit man den Schmerz nicht spürt, und dann versuchen, ob es mit vier Fingern noch geht."

Die Verletzung des Abwehrchefs hatte das turbulente 5:5 (2:4) im letzten Gruppenspiel gegen Neuseeland in den Hintergrund gedrängt. In der 20. Minute war der Nürnberger von einer zu hohen Flanke an der Hand getroffen worden. Sofort ließ er seinen Schläger fallen und ging zu Boden. Als ihn der Physiotherapeut vom Feld führte und die Finger abtastete, brüllte Müller vor Schmerzen.

Dabei ist Müller eigentlich jemand, den man als "harten Hund" bezeichnen kann. Er stammt aus Nürnbergs Eishockey-Familie Nummer eins. Sein Vater Martin und sein Onkel Thomas waren Profis. Müller junior entschied sich für die Variante ohne Eis. Nach Meinung seines Kapitän-Vorgängers Timo Wess ist er "der beste Abwehrspieler der Welt".

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