Marlies Schild meldet sich zurück

Es geschah kurz vor Weihnachten: Die Österreicherin Marlies Schild verletzte sich schwer am Knie - dennoch fühlt sich das Slalom-Ass fit für die WM.

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Marlies Schild ist derzeit eine sehr gefragte Frau. Zunächst einmal im privaten Umfeld: Nach dem Aus in der Super-Kombination musste die 31-Jährige ihren niedergeschlagenen Partner Benjamin Raich trösten. "Ich bin im Moment wirklich traurig, der Schmerz sitzt tief", hatte der Pitztaler unmittelbar nach seinem folgenschweren Einfädler gesagt und die Nähe zu seiner Marlies gesucht. Die bittet heute ihrerseits die Journaille nach Dieten, einem Ort am Hochkönig, wo sie seit Wochen ein Spezialtraining absolviert hat, um doch noch eine Teilnahme am WM-Slalom am Samstag möglich zu machen.

Am 20. Dezember des vorigen Jahres hatte sie sich im schwedischen Are einen Innenbandriss im Knie zugezogen - bei einer solchen Verletzung ist die Saison normalerweise vorbei. Nicht so jedoch bei Marlies Schild.

Der Heilungsprozess, so die behandelnden Ärzte, sei schneller vorangeschritten als prognostiziert. "Das Knie hält", so die im nahen Admont geborene Technikerin, die nach der Schweizerin Vreni Schneider (34 Siege) mit 33 Slalom-Erfolgen als zweiterfolgreichste Slalom-Fahrerin der bisherigen Weltcup-Geschichte gilt. "Auch dem Rücken gehts besser", so Schild, die vor wenigen Tagen noch ziemliche Beschwerden hatte.

Die frühere Seriensiegerin mit der brillanten Carving-Technik kommt ohne Wettkampf-Vorbereitung direkt zum Heim-Championat nach Schladming. Als Titelverteidigerin ist sie ohnehin gesetzt und nimmt somit keiner ihrer kerngesunden Kolleginnen einen Startplatz weg.

Deutschlands Slalom-Hoffnungen Maria Höfl-Riesch und Christina Geiger bekommen eine weitere Konkurrentin. Wie gefährlich Marlies Schild werden kann, das ist völlig offen. Die Österreicherin selbst kann ihre Leistungsstärke nicht richtig zuordnen.

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