Lehrstunde für VfB - Damen mit Kraftakt

Kontraste in der Volleyball-Regionalliga: Während die VfB-Herren eine 0:3-Klatsche erlitten, gewannen die Damen des SSV 46 in Burladingen mit 3:2.

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Eine Lehrstunde erhielten die Regionalliga-Volleyballer des VfB Ulm gegen Zweitliga-Absteiger TV Rottenburg II in der Ballspielhalle. Zu keinem Zeitpunkt ließen die Rottenburger irgendeinen Zweifel aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen wird. Das klare 0:3 (17:25, 14:25, 13:25) des VfB Ulm spiegelt dies unmissverständlich wider.

Das Hinspiel hatten die Ulmer mit einer Minimalbesetzung in Rottenburg gewonnen. Diesmal reiste der Gegner mit lediglich sieben Spielern und somit keiner Wechselmöglichkeit an. Dennoch zeigten die Gäste eine souveräne und nahezu fehlerlose Leistung. Bereits nach dem jeweiligen ersten Satzdrittel waren die Durchgänge entschieden, da der VfB bereits uneinholbar zurücklag. Alles in allem agierten die Ulmer zu harmlos. Alles was sie versuchten, bewirkte fast nichts.

"Rottenburg hatte praktisch jede Annahme perfekt vorne und spielte uns dann schwindelig. Wir hätten heute auch zehn Sätze spielen können und hätten wahrscheinlich keinen gewonnen", bilanzierte Trainer Robert Maier: "Das war heute mehr als ein Klassenunterschied." Die Ulmer waren ihrem Gegner in wirklich jedem Element unterlegen. Die Annahme war ungenau, dadurch gab es wenige Optionen im Angriff, die für die Rottenburger Blockspieler leicht zu lesen waren, so dass auch die Ulmer Angriffsquote sehr zu wünschen übrig ließ. Kapitän Hans-Jörg Bär meinte: "Wir müssen jetzt so langsam schauen, dass wir die Kurve kriegen, da unsere direkten Konkurrenten punkten und wir nicht. Bereits jetzt sind wir punktgleich mit den Abstiegsplätzen."

Angesichts ziemlicher Nervosität mussten die Regionalliga-Spielerinnen des SSV 46 gestern um jeden Ball kämpfen, ehe der 3:2 (22:25, 25:23, 25:18, 23:25, 15:10)-Sieg beim TSV Burladingen feststand. "Es ist eine schmale Gratwanderung zwischen Motivation und Verkrampfheit. Der Kopf wollte, aber der Körper hat nicht so mitgemacht", sagte Trainer Kurt Weller, der das Amt nach der Trennung von Tamara Mironova in dieser Woche übernommen hatte. "Wir müssen es hinbringen, die positive Stimmung aufs Spielfeld zu übertragen", sagte der 58-Jährige, der von einer durchwachsenen Leistung gegen einen sehr agilen Gegner sprach. Als Pluspunkte waren gestern die sicheren Aufschläge, die gute Annahme und die kämpferische Feldabwehr festzuhalten. Die Angreiferinnen, unter ihnen Birgit Thumm, retteten so manches ungenaue Zuspiel.

Susanne Halfinger bescheinigte Weller in ihrem ersten Spiel nach halbjährigem Studienaufenthalt in Hawaii eine gute Leistung im Mittelblock. Andrea Griesinger wurde als Libera eingesetzt, Daniela Laur unterstützte Weller auf der Bank. "Wir sind auf der richtigen Spur", so Weller im Hinblick auf den derzeitigen vierten Platz. Seine Mannschaft sei nicht kompliziert: "Aber man muss kommunizieren und den Spielerinnen das Gefühl geben, dass sie vom Trainer angehört werden."

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