Kein Glück beim Heim-Weltcup

Kein Podest für die deutschen Alpinen am Wochenende. Maria Höfl-Riesch fuhr beim Heim-Weltcup mit dem Sieg-Jubiläum von Lindsey Vonn zwei vierte Plätze ein. Tobias Stechert war Abfahrts-18. in Chamonix.

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Im Super-G mit einer Maske gegen die Kälte unterwegs: Maria Höfl-Riesch fuhr in ihrem Geburtsort Garmisch-Partenkirchen knapp am Podest vorbei. Foto: dpa

Maria Höfl-Riesch winkte kurz dem Heim-Publikum. Ein Jahr nach der WM in Garmisch-Partenkirchen hätte sie sich auch beim Weltcup gerne den Fans in ihrem Geburtsort auf dem Sieger-Podest gezeigt. Aber zwei vierte Plätze in Abfahrt und Super-G fand sie am Wochenende ebenfalls nicht schlecht - und bemühte sich, gleich nach den Rennen etwas Positives darin zu sehen. "Dafür war ich bei der WM hier zweimal Dritte, lieber so als andersrum", erinnerte die Partenkirchener Skirennfahrerin an die zwei bronzenen Medaillen bei den Titelkämpfen im Februar 2011.

Nach der Abfahrt stand die Amerikanerin Lindsey Vonn zum 50. Mal im Weltcup ganz oben auf dem Podest. Den Sieg im Super-G musste sie ihrer Teamkollegin Julia Mancuso überlassen. Vonn schied erstmals seit mehr als drei Jahren wieder in einem Speedrennen aus.

Auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen waren zwei Amerikanerinnen zu stark für die Konkurrenz, auf der Kandahar-Piste im Mont-Blanc-Massiv in Chamonix überraschte der Kanadier Jan Hudec mit seinem Abfahrtssieg. Die Super-Kombination gewann der Österreicher Romed Baumann. Bester Deutscher in Frankreich: Tobias Stechert als 18. in der Abfahrt. Trotz des besten Schussfahrt-Resultats im Weltcup lässt der Oberstdorfer angeschlagen aber die Reise zum künftigen Olympia-Ort Sotschi aus.

"Nur ganz kurz" plauderten Vonn und Höfl-Riesch über das Super-G-Rennen gestern, dann hatten die beiden Freundinnen schon die Anreise zum Weltcup in Andorra ins Visier genommen. Bei den zwei Riesenslaloms und einem Slalom will der Deutsche Skiverband auch wieder auf das Podest, auf dem er sich auch zu Hause ein Plätzchen versprochen hatte. "Wir wollten eigentlich schon bei dem Heimrennen auf dem Podium sein, das ist eigentlich der normale Anspruch. Wir sind zweimal Vierter geworden, damit kann man leben, aber es hätte a bisserl besser sein können", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier.

Bei Minus 22 Grad am Samstag und minus 20 Grad am Sonntag schützten sich die Sportlerinnen mit Masken, Tapes oder Creme im Gesicht. "Ich sehe es nicht ein, dass ich mir die Haut erfriert", betonte die 21-malige Weltcup-Gewinnerin Höfl-Riesch. Sie fuhr mit einer Maske. Gleich drei Masken trug Vonn bei ihrem 50. Erfolg im alpinen Ski-Weltcup. Sie jagt als Drittplatzierte die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll (62 Erfolge) und der Schweizerin Vreni Schneider (55). "Die Rekorde bedeuten alles für mich. Deshalb fahre ich, um Rekorde zu machen. 50 ist ein großer Punkt in meiner Karriere. Das zu erreichen, habe ich mir nie vorstellen können", sagte Vonn.

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