Kämpferisch gegen den WM-Frust

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Trotz des schlechtesten WM-Starts seit 16 Jahren ist im deutschen Biathlon-Team noch keine Tristesse ausgebrochen. Als die K-Frage kam, musste Miriam Gössner sogar lachen. "Krise? Ich stecke nicht in der Krise, keiner von unserem Team tut das", antwortete sie auf die Frage, ob für die Deutschen nach dem schlechtesten WM-Start seit 1997 die Titelkämpfe in Nove Mesto schon gelaufen seien. Auch wenn nach fünf von elf WM-Rennen Medaillen noch Fehlanzeige sind: Im Team herrscht eine kämpferische Stimmung.

"Ich sehe nicht, warum wir so frustriert sein sollten. Klar haben wir noch keine Medaillen, aber es ist nicht so, dass wir schlechter geworden sind. Die anderen haben halt aufgerüstet und Riesenschritte nach vorne gemacht", meinte die 22-jährige Gössner: "Ich habe vor der WM auch nicht jedes Weltcup-Rennen gewonnen." Die Devise: "Wir greifen weiter an." Tenor im Team: Die Enttäuschung ist natürlich groß, aber die Ergebnisse müssten differenziert betrachtet werden. "Man kann sicher mehr von uns erwarten. Aber derzeit braucht man schon einen außergewöhnlichen Tag, um eine Medaille zu gewinnen", sagte Andreas Birnbacher.

Trotz der Misserfolge sind die Biathleten bei den TV-Quoten erfolgreicher als die alpinen Skifahrer in Schladming. Am ersten WM-Wochenende schwankten die Zuschauerzahlen zwischen 4,11 Millionen (Sprint Männer) und 4,69 Millionen (Verfolgung Männer). Auch die hohen Marktanteile von bis zu 31,5 Prozent deuten nicht auf einen Rückgang der Biathlon-Begeisterung hin. Zum Vergleich: Den Super-G der Damen sahen am Dienstag 2,21 Millionen, bei der Abfahrt der Damen am Sonntag waren es immerhin schon 3,86 Millionen.

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