Julia Görges führt Fed-Cup-Team zum Sieg

Weder von Gastgeber Frankreich noch von gesundheitlichen Problemen ließen sich die deutschen Fed-Cup-Spielerinnen in die Knie zwingen.

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Julia Görges (rechts): Matchwinnerin in Limoges. Foto: afp

Sie tanzten Ringelreihen, schwenkten die deutsche Fahne und machten den Palais des Sports von Limoges zu ihrer Partybühne. Das gebeutelte deutsche Fed-Cup-Team hatte Trotzreaktion gezeigt und die erste Hürde auf dem Weg zurück in die Erstklassigkeit genommen. Die Mannschaft siegte in Frankreich, führte nach dem dritten Einzel bereits uneinholbar mit 3:0. Im Doppel verkürzte Frankreich noch auf 1:3, das letzte Einzel wurde nicht mehr ausgespielt.

"Wir haben uns diesen Erfolg unter schwierigen Umständen verdient", sagte Teamchefin Barbara Rittner angesichts einer Absagenflut und Krankheitswelle. Vor allen Dingen die nach einem Magen-Darm-Virus geschwächte deutsche Nummer eins, Julia Görges, zeigte große Nehmerqualitäten und gewann ihre beiden Einzel. Durch das 6:4, 6:2 gegen Pauline Parmentier sorgte die Weltranglisten-19., die sich übergeben musste, für die 3:0-Vorentscheidung im Erstrundenspiel der Weltgruppe II. "Das war ein Kraftakt, sie hat den Widrigkeiten getrotzt", lobte Rittner.

Am Tag zuvor hatte Sabine Lisicki mit einem 7:5, 7:5 gegen Parmentier für einen Auftakt nach Maß gesorgt, ehe Görges mit einem 6:3, 7:6 (7:5) nach Abwehr eines Satzballs gegen Kristina Mladenovic nachlegte.

Dies sorgte vor allen Dingen bei Rittner für große Erleichterung. Die 39-Jährige hatte wegen des grassierenden Magen-Darm-Virus im deutschen Team fast nicht auf ihrer Bank Platz nehmen können. Auch Lisicki, die eine Anreise-Odyssee von Pattaya über Bangkok, London, Berlin und Paris zu überstehen hatte, sowie Ersatzspielerin Annika Beck waren angeschlagen. Deutschland muss nun eine weitere Begegnung im April gewinnen, um in die Weltgruppe I der besten acht Teams zurückzukehren. Die Auslosung findet am Mittwoch in London statt.

Die Rittner-Equipe musste in Limoges auf die Weltranglistensechste Angelique Kerber (Rückenprobleme), Andrea Petkovic (Knie-OP) sowie Mona Barthel (andere Saisonplanung) verzichten. Bei Frankreich fehlte Marion Bartoli, Nummer zehn der Welt, wegen einer Grippe.

Im "Endspiel" kann Rittner voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. Allerdings ist noch ungeklärt, ob Barthel nach ihrer Absage noch einmal nominiert wird.

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