Joshua Uebelhör setzt sich nicht unter Druck

Die Euphorie hält sich bei Ringer Joshua Uebelhör in Grenzen. Bei den deutschen Freistilmeisterschaften ist ein Sprung aufs Treppchen kein Thema.

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Alle Gegner wird Joshua Uebelhör (in Rot) bei der DM wohl nicht in den Griff bekommen. Foto: Volkmar Könneke

Luftschlösser baut Joshua Uebelhör vom Regionalligaabsteiger KSV Unterelchingen im Vorfeld der deutschen Ringer-Meisterschaften in Unterföhring keine. "Für ganz vorne wird es kaum reichen", gibt das Talent zu. Am Freitag steht um 19 Uhr das Wiegen an. Danach hofft der seit vergangenen Freitag 20-Jährige, der an der Ulmer Ferdinand-von-Steinbeis-Schule gerade sein Fachabitur erwirbt, auf eine günstige Auslosung für den ersten Kampf am Samstag im Feld der 18 Starter (Klasse bis 66 Kilogramm). "Fünf oder vielleicht sechs der Kontrahenten kann ich besiegen. Es kann aber auch schon nach einem Kampf alles vorbei sein", sagt Uebelhör. Favorit ist Titelverteidiger Saba Bolaghi vom Bundesligisten Mömbris-Königshofen.

Uebelhör hatte sich durch den Triumph bei den württembergischen Meisterschaften in Holzgerlingen für Unterföhring qualifiziert und wollte dort eigentlich nicht antreten. "Ich hatte nur die deutschen Juniorenmeisterschaften Anfang April in Waldkirch im Auge. Jetzt sehe ich die Herrentitelkämpfe als Überbrückung der langen Wettkampfpause bis April", sagt der deutsche B-Jugendmeister von 2008 (38 kg) und A-Jugend-Vizemeister von 2010 (58 kg).

Auf Anraten von KSV-Cheftrainer Dieter Folz ließ sich Uebelhör von einer Teilnahme in Unterföhring überzeugen. Sein Trainingspensum hat Uebelhör zuletzt angezogen. Als Mitglied des württembergischen Juniorenkaders ist er regelmäßig bei Übungseinheiten am ehemaligen Olympiastützpunkt Aalen. Dort werden die Einheiten von den früheren Olympiateilnehmern Othmar Kuhner und Andreas Schröder geleitet.

Mit Uebelhör reist auch Ilyas Özkök nach Unterföhring. Er unterstützt inzwischen Dieter Folz bei den Trainingseinheiten. Der 31-jährige frühere Zweitligaringer (Tuttlingen und Schorndorf) soll die Nachfolge von Patric Nuding, von dem sich der Verein während der vergangenen Saison getrennt hat, antreten. Özkök wohnt und arbeitet in Ulm und ist beim KSV für das Training in beiden Stilarten zuständig. Uebelhör: "Er ist ein guter Trainer und sehr motiviert."

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