Ines Geipel: Nichts anderes als ein Bann ist richtig

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Ines Geipel kritisiert die IOC-Entscheidung zu Russland. Foto: Rainer Jensen  Foto: 

Die Anti-Doping-Kämpferin Ines Geipel hat die IOC-Entscheidung im russischen Doping-Skandal scharf kritisiert.
„Im Grunde ist nichts anderes als ein Bann bei diesen Dimensionen möglich gewesen“, sagte die Vorsitzende des Dopingopfer-Hilfe-Vereins im ARD-Morgenmagazin.

Es habe einen „absoluten Super-GAU“ von dem gegeben, was man noch nie gesehen habe. „Die Beweise liegen auf dem Tisch. Doch im Grunde sagt die Entscheidung: Egal, welches Staatsdoping ihr auflegt in dieser Welt, wir nehmen euch auf in die olympische Familie“, sagte Geipel.

Nach dem IOC-Urteil vom Dienstag dürfen Russlands Sportler unter strikten Auflagen unter neutraler Flagge an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang teilnehmen. Zugleich wurde das Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) für die Winterspiele gesperrt. Ein Komplett-Ausschluss blieb Russland jedoch erspart.

„Das ist so ein Schritt vor und zwei zurück“, meinte Geipel. „Hier bleibt mal wieder Vieles im Dunkeln. Das ist kein gutes Zeichen für den internationalen Sport.“ Man wisse nicht, was die sauberen Athleten innerhalb eines Staatsdopings-System sein sollen. „Und die Dimension dessen, was in Russland in den vergangenen Jahren passiert ist, wird durch dieses Urteil ziemlich zugeschüttet“, sagte die frühere Weltklassesprinterin.

IOC-Entscheidung zu Russland, in Englisch

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