HSV-Teammanager will Hockey-Weltmeister werden

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Deutschlands Vize-Kapitän Tobias Hauke (M) bildet mit den Hockey-Herren einen Kreis. Foto: Frank Uijlenbroek  Foto: 

Zweimal Olympiasieger, zweimal EM-Champion, und Welthockey-Spieler: Tobias Hauke hat im Spiel mit dem Krummstock fast alles gewonnen, doch jetzt will er es noch einmal wissen.

Obwohl im vergangenen Herbst von Trainer Markus Gisdol zum Teammanager der HSV-Fußballer berufen, feiert das 29 Jahre alte Hockey-Ass des HTHC Hamburg bei der Europameisterschaft in Amsterdam sein Comeback im DHB-Team. Fernziel ist die WM 2018 in Indien, für die die deutschen Herren schon qualifiziert sind. Auch wenn er es nicht so klar sagt, würde er dort allzu gern den letzten ihm noch fehlenden Titel abholen.

„Ich habe nach dem Gewinn der Bronzemedaille 2016 in Rio bewusst eine Auszeit in der Nationalmannschaft genommen, um zu sehen, ob das Feuer in mir noch brennt. Jetzt bin ich wahnsinnig daran interessiert, mit der nächsten Generation noch etwas aufzubauen“, erklärte Hauke in Amsterdam. „Denn es gibt nichts Schöneres, als sich mit den Besten der Welt zu messen und dabei auch noch Erfolge zu feiern.“

Dazu muss er den Spagat zwischen Beruf und Lieblingssport weiter gut hinbekommen. So wie bei der EM, bei der er vorigen Samstag von Holland aus erst beim 1:0-Auftaktsieg des HSV über den FC Augsburg mitfieberte und tags drauf gleich wieder ein Leistungsträger im Hockey-Team war. „Wenn ich bei der Nationalmannschaft bin, schaffe ich es, mich zu 100 Prozent auf Hockey zu fokussieren, sonst hätte ich mich nicht für die Rückkehr entscheiden dürfen“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“.

Die Entscheidung ist natürlich mit den Verantwortlichen des Hamburger SV abgestimmt, wo Gisdol den Ex-Mitarbeiter der Medienabteilung dicht an die HSV-Kicker herangeholt und Hauke seinen Teil zum späteren Klassenverbleib beigetragen hat. „Er ist ein erfolgreicher Sportler und versteht deren Sprache“, erklärte Gisdol die unerwartete Berufung. „Ich bin dem HSV sehr dankbar, dass er meine sportlichen Ambitionen unterstützt“, betonte Hauke. Er hofft, dass dies auch im Spätherbst 2018 gilt, dann wäre er bei der WM im indischen Bhubaneswar dabei.

Zuvor will er mit dem vom neuen Bundestrainer Stefan Kermas stark verjüngten DHB-Team eine erfolgreiche EM spielen. „Mich fasziniert die Aufgabe, als Führungsspieler den Aufbau einer Mannschaft mit zu entwickeln.“ Im Halbfinale geht es gegen Belgien.

Die EURO mit etlichen Youngstern ist allerdings nur eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg zum WM-Championat. Mit dem jungen Kader und einigen erwarteten, erfahrenen Rückkehrern wie Florian Fuchs und Christopher Wesley sind die Aussichten auf den dritten WM-Coup eines deutschen Herren-Teams nach 2002 und 2006 nicht einmal unrealistisch.

„Wenn es nicht klappt, werde ich hinterher genauso zufrieden sein wie jetzt“, sagte der Welthockey-Spieler von 2013. Denn auch für ihn gibt es manchmal Wichtigeres als Beruf und Sport. Denn erst im Mai hat er auf Sylt seiner langjährigen Freundin Alina das Ja-Wort gegeben.

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