Hockey-Teams ohne Druck zur EM - Dennoch ist ein Titel das Ziel

Die deutschen Hockey-Teams haben mit dem Lösen der WM-Tickets ihre Jahresziele bereits erfüllt und können ohne Druck zur Europameisterschaft nach Amsterdam reisen.

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Bundestrainer Stefan Kermas möchte sich dem topfavorisierten Gastgeber Niederlande nicht von vornherein geschlagen geben. Foto: Georg Wendt  Foto: 

Die im Umbruch steckenden deutschen Hockey-Teams haben mit dem Lösen der WM-Tickets ihre Jahresziele bereits erfüllt und können deshalb ohne Druck zur am Wochenende beginnenden Europameisterschaft nach Amsterdam reisen.

Dennoch will sich Bundestrainer Stefan Kermas dem topfavorisierten Gastgeber Niederlande nicht von vornherein geschlagen geben, sondern nach dem EM-Titel greifen. „Unser Ziel ist, Europameister zu werden“, betonte der Herren-Coach. Allerdings weiß er, dass mindestens vier weitere Teams in der enger zusammengerückten Spitze für den Gewinn des Kontinentaltitels in Frage kommen.

„Feuer brennt noch in mir“

„Die Stimmung im Stadion und die Qualität der Gegner werden sehr gut sein. Daher gilt es, schnell auf ein hohes Level zu kommen, weil die Kürze des Turniers keine großen Fehler erlaubt“, meinte der 38 Jahre alte Coach.

Im frisch renovierten Wagener-Stadion in Amstelveen kann er auch wieder auf Kapitän Martin Häner aus Berlin und den Hamburger Tobias Hauke zurückgreifen. Die beiden Olympiasieger hatten nach dem Gewinn der Bronzemedaille 2016 in Rio eine Auszeit im Nationalteam eingelegt, sind nun aber erstmals wieder bei einem internationalen Groß-Turnier dabei.

„Ich habe gespürt, dass das Feuer in mir noch brennt und ich noch nicht bereit bin, Hockey hinter mir zu lasen“, erklärte Hauke, der vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV von seiner Funktion als Teammanager für die EM freigestellt wurde. In Amstelveen, wo es in der Vorrunde gegen Irland, England und Polen geht, fehlen die verletzten Leistungsträger Tom Grabusch, Timm Herzbruch und Timur Oruz.

Langer Sommer für die Damen

Die DHB-Damen müssen nach Top-Angreiferin Lisa Altenburg auch Amelie Wortmann ersetzen. Bei der Spielerin des Großflottbeker THGC Hamburg wurde Pfeiffersches Drüsenfieber diagnostiziert. Jamilon Mülders nominierte dafür die bei Kampong Utrecht spielende Nina Notman nach. Über EM-Medaillen will der Damen-Coach aber nicht sprechen, denn es könnte nach der souveränen WM-Ausscheidung etwas die Luft raus sein.

„Es war vorher klar, dass das ein langer Sommer für uns wird mit verschiedenen wichtigen Themen und Turnieren. Den ersten Teil mit der WM-Qualifikation haben die Mädels hervorragend gemeistert. Jetzt wird der zweite Teil bei der EM nicht minder spannend“, sagte er vor „den anspruchsvollen Gruppen-Duellen“ mit Schottland, England und Irland.

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