Hockey-Herren wollen bei WM 2018 neu angreifen

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Die Hockey-Nationalspieler Lukas Windfeder, Marco Miltkau, Christopher Rühr und Tobias Walter (l-r) nach der Niederlage im Spiel um Platz drei. Foto: Frank Uijlenbroek  Foto: 

Deutschlands Hockey-Herren wollen sich von der EM-Enttäuschung in Amsterdam nicht beirren lassen. Bundestrainer Stefan Kermas kündigte nach dem 2:4-Rückschlag im Spiel um Platz drei gegen England eine Fehleranalyse mit seinem verjüngten Team an.

„Das ernüchternde EM-Ergebnis ist auch der Unerfahrenheit geschuldet. Wir sind noch eine Phasen-Mannschaft, die phasenweise überragend spielt, dann aber Fehler begeht. Da müssen wir unsere Hausaufgaben machen“, sagte der Coach, ehe er noch am Sonntag nach Valencia weiterreiste.

Bei der dortigen U21-EM will er sichten, „welche Toptalente wir noch in der Pipeline haben“, wie es der 38-Jährige ausdrückte. Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2018, für die DHB-Damen und -Herren schon qualifiziert sind, ist für weitere erstklassige Youngster die Tür offen. Um aber mehr Ausgewogenheit im Kader zu erhalten, sollen nach Kapitän Martin Häner und dessen Stellvertreter Tobias Hauke weitere Rio-Bronzemedaillengewinner frisch motiviert ins A-Team zurückkehren.

Offensivspieler Christopher Wesley ist fest eingeplant, mit dem Nürnberger will Kermas „zeitnah“ übers Comeback sprechen. Bei Stürmer Florian Fuchs ist die Sache schon klar. Der Olympiasieger von 2012 und -Dritte von 2016 ist zum World-League-Finale im Dezember wieder dabei. Zusammen hat das Quartett die Erfahrung von 812 Länderspielen.

„Ich bin jetzt schon heiß“, bekannte der Ex-Stürmer des UHC Hamburg als EM-Beobachter in Amsterdam. Da der jetzt beim HC Bloemendaal unter Vertrag stehende Torjäger erst 25 Jahre alt ist, kommt er auch noch für eine weitere Olympia-Teilnahme 2020 in Tokio in Betracht. „Er ist dann im besten Hockey-Alter“, meinte der Bundestrainer.

Das gilt erst recht für Tom Grabusch, Timur Oruz (beide 22) und Timm Herzbruch (20), die die EM verletzungsbedingt verpassten, aber für 2018 vorgesehen sind. Dagegen wird es kein Comeback von Christopher Zeller geben. Der bald 33 Jahre alte Kölner, der mit seinen Toren maßgeblich zum Gewinn des WM-Titels 2006 sowie 2008 in Peking und 2012 in London zu den Olympiasiegen beitrug, wird seine DHB-Karriere nach dpa-Informationen wegen ständiger Verletzungen beenden.

„Unser großes Ziel ist die WM“, sagte Kapitän Häner. Und meint den Gewinn des WM-Titels, der ihm wie Hauke noch in der Sammlung fehlt. Wie Häner war der Welthockey-Spieler von 2013 aus Hamburg schon zur EM dabei, beide mussten den jungen Kader führen. „Mit den Rio-Fahrern sind wir noch viel stärker“, glaubt Häner, dessen Team zum zweiten Mal nach 2007 ohne EM-Medaille blieb. Für die WM 2018 in Indien muss dies kein schlechtes Omen sein: Denn ein Jahr nach dem EM-Blech in Manchester gab es 2008 in Peking Olympia-Gold für die DHB-Herren.

EM-Seite DHB-Damen auf hockey.de

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