Dahlmeier freut sich über Duell mit Herrmann

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Biathletin Laura Dahlmeier kehrt in Hochfilzen in den Weltcup zurück. Foto: Martin Schutt  Foto: 

Für Laura Dahlmeier wurde die Rückkehr nach Hochfilzen zur Nebensache.

„Der Sport schenkt uns so viele schöne Momente und ermöglicht unvergessliche Augenblicke - auf der anderen Seite ist er grausam und zeigt wie wenig Zeit uns doch auf dieser wunderbaren Welt bleibt“, schrieb die Biathlon-Königin auf ihrer Facebook-Seite zum tragischen Tod ihres jungen Vereinskollegen Max Burkhart beim Ski-Rennen in Lake Louise.

Ein wenig über sich selbst wunderte sich Denise Herrmann. „Im Frühjahr bin ich noch als Zuschauer nach Hochfilzen gefahren und hab mir ein WM-Rennen angeschaut. Und jetzt, ein paar Monate später, stehe ich dort selbst am Start“, sagt die ehemalige Langläuferin.

Nach ihren beiden Weltcup-Siegen am vergangenen Wochenende in Östersund ist die 28 Jahre alte Sächsin urplötzlich zur Rivalin für die siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier (24) geworden - auch wenn sie das anders sieht. „Da fehlt bei mir schon noch sehr, sehr viel. Laura legt einfach eine Kostanz an den Tag und sie ist einfach die perfekte Biathletin unserer Zeit.“

Doch Dahlmeier hat sich nach ihren historischen WM-Triumphen im Februar mit fünf Titeln und einmal Silber an Herrmann orientiert. „Laura ist auch immer scharf drauf, mit mir ein paar Sprinteinheiten zu machen. Das freut mich, weil es uns beide einfach pusht“, verriet die Neu-Biathletin Herrmann. „Ich habe mir das am Fernsehen angeschaut und mich gefreut, dass es so gut losgegangen ist“, sagte Dahlmeier nach dem Abschlusstraining. Sie lobte ihre Teamkollegin: „Respekt, dass das mit dem Schießen so klappt.“

Wie sehr, wird sich am Freitag im Damen-Sprint (14.15 Uhr) zeigen. „Dass meine Form gleich bei einhundert Prozent sein wird, glaube ich ehrlich gesagt nicht“, sagt Dahlmeier vor ihren ersten Saison-Rennen nach ihrer Erkältungs-Pause. „Ich muss jetzt in den Wettkampfrhythmus reinkommen. Wunderdinge erwarte ich nach der Krankheit eher nicht.“

Zuvor stehen mit Simon Schempp und Benedikt Doll im Männer-Sprint (11.30 Uhr) zwei weitere Titelträger der Hochfilzen-WM auf dem Prüfstand.

„Wenn man an den Ort der Medaille zurückkommt, dann ist das ein gutes Gefühl“, findet Doll. Im Frühjahr sprintete der 27-Jährige völlig überraschend zum WM-Gold. Und freut sich nach dem verpatzten Saison-Auftakt in Östersund mit den Plätzen 34, 30 und 26 auf die Weltcup-Rennen in Österreich. „Ich stehe wesentlich besser da, fühle mich besser. Jetzt mit dem schönen Winterland macht es auch für die Seele mehr Spaß“, sagt Doll.

Auch bei Schempp sorgt der strahlend blaue Himmel für Glücksgefühle. „Wenn man jetzt gerade das Wetter sieht, diese traumhafte Winterlandschaft. Mir liegen die Strecken, mir liegt der Schießstand. Und auch das Publikum ist auf unserer Seite“, sagt der 29-Jährige. „Es war ein absolut toller Tag, der wird immer im Gedächtnis bleiben. Aber ich bin jetzt kein anderer Mensch“, sagt Schempp. Genau wie bei der WM im Vorjahr wird Franziska Preuß nicht dabei sein. Die junge Skijägerin muss wegen einer Erkältung passen, Karolin Horchler wurde nachnominiert.

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