Hingis bemängelt fehlenden Spielwitz im Damen-Tennis

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Die frühere Weltranglisten-Erste Martina Hingis hält das Leistungsniveau im heutigen Damen-Tennis zwar für breiter, das Spiel an sich aber nicht für intelligenter. Die früheren Spitzenspielerinnen hätten alle etwas mehr Spielübersicht und Spielwitz besessen.

„Gerade bei den jungen Mädels ist es oft nur eine einzige Knallerei. Und so sehen die Matches dann auch aus“, sagte die 36 Jahre alte Schweizerin in einem Interview der „Welt am Sonntag“ vor dem Mixed-Finale in Wimbledon an der Seite des Schotten Jamie Murray.

Für die pausierende Amerikanerin Serena Williams sei es früher wegen der damaligen Konkurrenz schwerer gewesen, die Nummer eins zu sein. Serenas 37 Jahre alte Schwester Venus hatte in Wimbledon noch einmal das Einzel-Finale erreicht. Hingis hat ihre Einzelkarriere beendet.

Kritik übte sie an den Trainern. „Sie sind unterqualifiziert, müssten die Lernwilligkeit ihrer Spielerinnen wecken, sie aus ihrer Komfortzone holen. Doch genau da fühlen sich zu viele wohl“, sagte Hingis. Wenn die jungen Spielerinnen in den Akademien ans Netz müssten, tue vielen nach zwei, drei Volleys das Handgelenk weh. Dann gingen sie wieder nach hinten. Sie sollten aber das Tennisspielen erlernen, „nicht nur das Draufhauen und Hacken“.

Profil Hingis auf Wimbledon-Homepage

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