Hausding im WM-Pech: Vierter vom Einer

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Patrick Hausding wurde vom Ein-Meter-Brett WM-Vierter. Foto: Jens Büttner  Foto: 

Patrick Hausding schnupperte zum WM-Auftakt gleich zweimal an einer Medaille.

Nach Platz fünf im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett zusammen mit dem verletzten Stephan Feck fehlte dem Rekordeuropameister auf Rang vier vom Einer noch weniger zum erhofften ersten Edelmetall für den Deutschen Schwimm-Verband. Insgesamt freute sich das Springer-Nationalteam bei den Titelkämpfen in Ungarn über fünf Top-10-Plätze, Freiwasserschwimmerin Finnia Wunram über einen siebten Rang im Plattensee. Nach dem erwartbaren Auftakt sollen in den kommenden Tagen auch Medaillen her.

Lange sah es so aus, als ob Hausding sein erstes Einzel-Edelmetall bei Weltmeisterschaften gewinnen würde. Bis zum finalen Durchgang der Konkurrenz vom nicht-olympischen Ein-Meter-Brett lag er immer auf einem Top-3-Rang. Doch er musste sich beim Sieg des Chinesen Peng Jianfeng (448,40 Punkte) fünf Zähler hinter dem Italiener Giovanni Tocci (444,25) auf Rang vier einreihen. „Eine Medaille wäre schön gewesen, aber so ist es auch kein Weltuntergang“, sagte der 28-Jährige nach dem guten Auftritt in einem Nebenwettkampf.

Der Fokus liegt auf seinem vermutlich emotionalsten Start in Budapest. Vier Jahre nach ihrem Weltmeisterschafts-Gold zählt Hausding mit Sascha Klein bei ihrer Abschiedsvorstellung im Synchronspringen vom Turm am Montag zu den großen DSV-Hoffnungen. „Wir gehören immer noch zu den besten Teams der Welt“, sagte Hausding vor dem letzten gemeinsamen Wettkampf der Olympia-Zweiten von 2008. Klein beendet nach der WM seine erfolgreiche Karriere.

Hausding hofft auf mehr Fortune als mit Feck, der beim gemeinsamen fünften Rang am Samstag mit gebrochenem Zehenendgelenk sprang. Die fünfmaligen EM-Zweiten verpassten mit 415,35 Punkten den Bronzerang um rund 15 Zähler. „Fünfter der Welt ist mit einem gebrochenen Zeh nicht ganz so verkehrt“, sagte der stolze Feck.

Vom Einer zeigte Tina Punzel als Sechste eine gute Vorstellung, WM-Debütantin Louisa Stawczynski wurde Achte. Christina Wassen und Florian Fandler belegten im Mixed-Synchronspringen aus zehn Metern Platz acht. „In allen Finals unter den Top 8 ist eine Top-Leistung“, sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Die einzige Enttäuschung: Die Schwestern Christina und Elena Wassen verpassten wegen eines verpatzten vorletzten Durchgangs auf Platz 15 das Finale.

Viel Lob gab es für die 21 Jahre alte Schwimmerin Wunram nach dem von der Französin Aurélie Muller gewonnenen Rennen über zehn Kilometer. Bei ihrer bereits dritten WM fehlten Wunram auf Rang sieben rund neun Sekunden auf eine überraschende Medaille. „Finnia ist in der Weltspitze angekommen“, betonte ihr Trainer Bernd Berkhahn. Die 41-jährige Angela Maurer wurde 14. bei ihrer vielleicht letzten WM. Sie hofft auf einen Topplatz über die 25 Kilometer am Freitag.

Bundestrainer Stefan Lurz war zufrieden mit den ersten Auftritten seines insgesamt verjüngten Teams. „Finnia konnte sich am Ende in der Spitzengruppe behaupten. Das lässt hoffen für Olympia 2020“, sagte Lurz. Dass seine Männer über fünf Kilometer erstmals seit 2001 ohne Medaille blieben, hatte der Bruder von Rekordchampion Thomas Lurz erwartet. Die unerfahrenen Marcus Herwig (Magdeburg) und Ruwen Straub (Würzburg) mussten sich auf dem Plattensee mit den Rängen 26 und 28 begnügen. Es siegte der Franzose Marc-Antoine Olivier.

Frankreich jubelte über zwei Freiwassertitel, China holte sich zwei der ersten vier Sprung-Siege. Die Dominanz Russlands im Synchronschwimmen hält an. Swetlana Kolesnitschenko und Alexandra Pazkewitsch gewannen die Technische Kür, Kolesnitschenko bejubelte mit Gold im Solo die 50. WM-Medaille ihrer Nation in dieser Sportart.

Dazu gab es eine bestaunte DSV-Premiere: Niklas Stoepel freute sich als erster deutscher Mann im Mixed-Synchronschwimmen zusammen mit Amelie Ebert über Rang acht im Vorkampf.

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