Gewusel auf der Bahn verärgert Björn Otto

Beim Karlsruher Leichtathletik-Meetings ist man eigentlich erfahren genug, teuer verpflichtete Stars ins Rampenlicht zu stellen. Diesmal lief was schief.

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Hörbar enttäuscht von der Organisation: "Stabi" Björn Otto. Foto: dpa

Björn Otto schleppte mit grimmiger Miene seine Stäbe aus der Europahalle. Die große Flugshow wollte Deutschlands bester Stabhochspringer in Karlsruhe bieten, zusammen mit Olympiasieger Renaud Lavillenie. "Das gibts doch gar nicht!", klagte der Silbermedaillengewinner von London am Samstagabend. "Ich bin über die Abwicklung des Wettkampfs verärgert." Am Ende standen nur übersprungene 5,73 Meter, dabei war er drei Tage zuvor in Cottbus mit tollen 5,90 in die Hallen-Saison gestartet.

Das Aufeinandertreffen von Überflieger Lavillenie, Otto und Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) - also der "Top drei" der EM von Helsinki und der Olympischen Spiele - sollte Glanzpunkt des Sportfestes sein. Doch irgendwie brachten das Regie und Kampfrichter bei dem ständigen Gewusel auf Bahn und Innenraum nicht auf die Reihe. "Mal kam die rote, mal die weiße Flagge - und dann wurde nochmal verzögert", kritisierte Otto. Vor 4300 Zuschauern blieb am Ende Lavillenie als Sieger mit 5,83 ebenfalls unter seinen Möglichkeiten. Otto wurde Zweiter.

Strahlende Gesichter gab es hingegen bei zwei deutschen Zweitplatzierten: Ex-Europameisterin Verena Sailer lieferte sich über 60 Meter mit Ivet Lalova ein Fotofinish: Die Mannheimerin und die Bulgarin liefen zeitgleich in 7,19 Sekunden. Sailer hatte bei der Auswertung das Nachsehen, meinte aber: "Das hat super Spaß gemacht." Äthiopiens Star Meseret Defar rannte über 3000 Meter weit vorneweg (8:35,28 Minuten). Corinna Harrer (Regensburg) setzte sich als ihre Verfolgerin in 8:51,04 an die Spitze in Europa und jubelte: "Die Zeit ist gigantisch!"

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