Gabius über Anti-Doping-Kampf: „NADA unterfinanziert“

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Marathon-Läufer Arne Gabius sieht den deutschen Anti-Doping-Kampf eher kritisch. Foto: Thomas Frey  Foto: 

Marathonläufer Arne Gabius hat den Anti-Doping-Kampf in Deutschland kritisiert. „Die NADA ist chronisch unterfinanziert“, sagte der 36-Jährige der Zeitung „Die Welt“.

„Mit ein paar Millionen Euro pro Jahr mehr könnte man den Anti-Doping-Kampf richtig stark machen. Aber da fehlt offensichtlich auch der politische Wille.“

Gabius hält das Kontrollsystem der Nationalen Anti-Doping Agentur für ineffizient. Achtmal sei er bisher in diesem Jahr kontrolliert worden. „Drei der Kontrollen waren in der Woche vor meinem Start beim Frankfurt-Marathon“, sagte er. „Unmittelbar vor einem Wettkampf machen Kontrollen aber keinen Sinn, da das Training bereits absolviert ist.“ Gabius forderte, unabhängige Dopingkontrollen auf der ganzen Welt vorzunehmen, sowohl in Deutschland als auch in Kenia und Russland.

Zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees, russische Athleten bei den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang unter neutraler Flagge und ohne russischen Hymne starten zu lassen, sagte Gabius: „Das IOC hat sich diesen Weg beim internationalen Leichtathletik-Verband abgeschaut. Sollte der russische Sport den McLaren Report nicht anerkennen, wird es wohl noch einige Jahre so weitergehen.“ Die IAAF hatte den nationalen Verband RUSAF komplett von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro ausgeschlossen. Lediglich die in den USA lebende Weitspringerin Darija Klischina durfte teilnehmen.

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