Freund in Sapporo ziemlich zerrupft

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Severin Freund stapfte nach seinem doppelten Absturz missmutig davon, und auch Richard Freitag war mit seinen zwei Top-Ten-Plätzen beim Weltcup in Sapporo nicht wirklich zufrieden. Im Land der aufgehenden Sonne haben sich die Hoffnungen der deutschen Skispringer auf einen Podestplatz nicht erfüllt.

Beim Doppelerfolg des Japaners Daiki Ito konnte Freitag mit den Plätzen sechs und acht noch am ehesten mit der Weltspitze mithalten. "Die Sprünge waren gut, aber für ganz vorne haben sie nicht gereicht. Ich nehme wieder einige Punkte mit heim, das ist okay. Es hätten aber auch gerne ein paar mehr sein können", bilanzierte Freitag beim Japan-Trip.

Den dürfte Freund dieses Mal in unangenehmer Erinnerung behalten. Ausgerechnet an der Stätte seines ersten Weltcupsieges verpasste der Bayer gestern als 36. erstmals seit 13 Monaten wieder ein Finale. Entsprechend groß war die Enttäuschung. "Mich hat es im Flug ziemlich zerrupft. Solche Tage gibt es leider auch im Skispringen. Das muss man einfach abhaken", sagte Freund nach seinem Hüpfer auf 106 Meter. Schon am Vortag war ihm im Finale ein ähnliches Missgeschick widerfahren, als er nur bei 104 Metern landete und vom 8. auf den 27. Rang zurückfiel. "Ich denke, der Sevi rafft sich wieder auf. Für ihn hat es hier nicht so gepasst. Aber er weiß, was er drauf hat. Der kommt wieder", sprach Freitag seinem Zimmerkollegen Trost zu.

Dabei hatte gestern auch Freitag Grund zum Hadern. Mit 129 Metern lag er zur Halbzeit auf Rang zwei, doch mit 120 Metern im Finale verspielte er die gute Ausgangsposition. "Der Sprung war nicht ganz so gut, und unten hat auch die Windunterstützung gefehlt", meinte der 20 Jahre alte Sachse. So durfte Ito auf seiner Heimschanze den zweiten Triumph innerhalb von 24 Stunden bejubeln. Michael Neumayer untermauerte derweil mit den Plätzen 10 und 16 seine Zugehörigkeit zur erweiterten Weltspitze.

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