Franzose Diniz gewinnt Geher-Gold - Dohmann happy

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Yohann Diniz hat das 50-Kilometer-Gehen bei der Leichtathletik-WM in London souverän gewonnen und schon lange vor dem Ziel die französische Flagge geschwenkt.

Der 39-Jährige kam auf dem Zwei-Kilometer-Rundkurs nach 3:33:12 Stunden ins Ziel und blieb damit über seinem 2014 aufgestellten Weltrekord (3:32:33). Carl Dohmann aus Baden-Baden erreichte Rang zehn, der Erfurter Karl Junghannß wurde 13. Bei der WM-Premiere der Frauen auf der Langdistanz kamen nur vier Geherinnen an.

Dohmann hatte bei der WM 2015 und bei Olympia 2016 nicht das Ziel erreicht. Diesmal stellte der 27-Jährige in 3:45:21 Stunden eine persönliche Bestzeit auf. Dies gelang auch Junghannß bei seiner ersten WM in 3:47:01. „Zehnter ist super. Damit geht ein Traum in Erfüllung. Ich habe auf meinen Körper und meinen Puls geachtet. Der sollte unter 165 bleiben“, sagte Dohmann. Auch Junghannß war „hundertprozentig glücklich“.

Nach einigen Disqualifikationen und aufgegebenen Rennen in den vergangenen Jahren war es der erste ganz große Titel für Diniz: Bei den Olympischen Spielen hatte der Ex-Europameister für Schlagzeilen gesorgt, als er sich mit Durchfall auf der Strecke quälte.

Silber gewann der Japaner Hirooki Arai in 3:41:17 Stunden vor seinem Landsmann Kai Kobayashi (3:41:19). Titelverteidiger und Olympiasieger Matej Toth war nicht am Start: Der Slowene ist wegen Dopingverdachts suspendiert.

Christopher Linke verpasste die erhoffte Medaille über 20 Kilometer. Der Potsdamer kam nach 1:19:21 Stunden wie bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro auf den fünften Platz. Weltmeister wurde der Kolumbianer Eider Arévalo in 1:18:54 vor dem unter neutraler Flagge startenden Russen Sergej Shirobokow (1:18:55) und dem Brasilianer Caio Bonfim (1:19:04). Linkes Clubkollegen Nils Brembach und Hagen Pohle wurden auf dem Rundkurs 15. und 17.

Bei der Weltmeisterschaft-Premiere der Frauen über 50 Kilometer siegte die Portugiesin Ines Henriques in der Weltrekordzeit von 4:05:56 Stunden. Allerdings waren nur sieben Teilnehmerinnen am Start, eine wurde während des Wettkampfs disqualifiziert, zwei kamen nicht ins Ziel. Mit der Aufnahme der 48. Disziplin hat der Weltverband IAAF für Gleichberechtigung gesorgt. Die Disziplin muss sich allerdings erst noch entwickeln, zumal die Geher ohnehin als Außenseiter in der Leichtathletik gelten.

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