Fourcade, Svendsen, Bjørndalen: Die Biathlon-Topstars

Am Donnerstag ist der Franzose Martin Fourcade als nunmehr fünfmaliger Weltcupgesamtsieger der Gejagte: Auch Deutschlands Nummer eins Simon Schempp will ihn endlich schlagen.

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Am Donnerstag ist der Franzose Martin Fourcade als nunmehr fünfmaliger Weltcupgesamtsieger der Gejagte: Auch Deutschlands Nummer eins Simon Schempp will ihn endlich schlagen.

Weltmeisterin Laura Dahlmeier hat den Gesamtweltcup zwar nicht als ihr Saisonziel ausgegeben. Aber die beste deutsche Biathletin ist eine der großen Rivalinnen von Titelverteidigerin Gabriela Koukalova, wenn es am Mittwoch mit dem Klassiker über 15 Kilometer in den ersten Einzelwettkampf der Saison geht.

Martin Fourcade: Der 28-jährige Franzose ist der derzeit beste Biathlet. Der „Meister aller Klassen“ holte als erster Skijäger zum fünften Mal in Serie den Gesamtweltcup. Der Doppel-Olympiasieger von Sotschi ist aber immer noch erfolgshungrig. „Ich versuche einfach, jedes Jahr besser zu werden und weiterhin Erfolge einzufahren“, sagt der zehnmalige Weltmeister.

Ole Einar Bjørndalen: Der 42-jährige Norweger geht in seine sage und schreibe 25. Weltcup-Saison. Der Rekord-Weltmeister und Olympiasieger hatte im Vorjahr sensationell den Saisonauftakt in Östersund gewonnen, bei seiner Heim-WM in Oslo holte er unglaubliche vier Medaillen. Der 20-malige Weltmeister will bis zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang weitermachen. Neue Kraft gibt ihm sicher seine Tochter Xenia. Seine Frau, Weißrusslands Star Darja Domratschewa, hatte sie Anfang Oktober zur Welt gebracht.

Emil Hegle Svendsen: „SuperSvendsen“ nennt sich der 31-jährige Norweger. Und er will endlich Martin Fourcade Thron stoßen. „Ich werde nicht eher aufhören, bis ich wieder der Beste der Welt bin“, sagt Svendsen. Und dabei soll ihm einer helfen: Fourcades Meistermacher Siegfried Mazet.

Johannes Thingnes Bø: Der Rotschopf und jüngere Bruder von Tarjei Bø vermasselte Martin Fourcade bei der WM in Oslo den Golden Slam, als er ihn im abschließenden Massenstart bezwang und Weltmeister wurde. Norwegen stand Kopf und „Feierbiest“ Bø ließ es krachen. Im neuen Winter will er weiter nach vorne kommen und konstante Leistungen bringen. 

Gabriela Koukalova: Koukalova? An den Namen muss man sich erstgewöhnen. Denn Weltcup-Gesamtsiegerin Gabriela Soukalova heißt nach der Hochzeit mit dem tschechischen Badmintonspieler Petr Koukal nun Koukalova. Die begeisterte Sängerin holte zwar keine WM-Medaille in Oslo. Aber sie lieferte dennoch die beste Saison ihrer Karriere ab.

Darja Domratschewa: Sie will für das Comeback des Winters sorgen. Im Januar will die 30-jährige Weißrussin wieder im Weltcup der Konkurrenz davonlaufen wie vor ihrer Zwangspause. Die dreimalige Olympiasiegerin musste wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers die komplette letzte Saison auslassen, ehe sie im Oktober nach der Hochzeit mit Biathlon-Legende Ole Einar Bjørndalen die gemeinsame Tochter Xenia zur Welt brachte. Mitte November stieg sie wieder ins Schneetraining ein.

Marie Dorin Habert: Die Französin krönte sich im März 2015 nur gut fünf Monate nach der Geburt ihrer Tochter Adele Doppel-Weltmeisterin. In diesem Jahr in Oslo toppte sie mit dreimal WM-Gold das Ergebnis noch. Die 30-Jährige musste sich im Gesamtweltcup als Zweite Gabriela Soukalova nur um 46 Punkte geschlagen geben. Auch in diesem Jahr wird sie sicher ihrer Nervenstärke am Schießstand wieder ausspielen.

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Artikel Trajei Bö, norwegisch

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