Fechter nimmt kein Blatt vor den Mund

Die Fußball-B-Junioren des TSV Neu-Ulm sorgen in der Oberliga für Erstaunen. Unterirdisch präsentierten sich hingegen die A-Junioren des SSV Ulm 1846.

|

Mit dem 1:2 (1:1) beim VfR Aalen mit dem Ex-Ulmer Steffen Kienle sind die Oberliga-A-Junioren des SSV Ulm 1846, für die Martini Lombaja (28.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf, noch gut weggekommen. "Wir hatten nichts zu melden. Das war ein Klassenunterschied. Ein 0:5 wäre in Ordnung gewesen", sagte der Ulmer Trainer Uwe Fechter nach dem dünnen Auftreten auf der Ostalb. "Wir sind in unseren Möglichkeiten limitiert. Die Mannschaft hat nicht die nötige Qualität", fügt Fechter hinzu.

Wobei die Ursachen in den Verfehlungen der jüngeren Vergangenheit in der Jugendarbeit zu finden sind. Akteure des Jahrgangs 1994 mit Topqualität ließ man ohne großes Bemühen, die Jungs zu halten, zu anderen Vereinen gehen. Die Spieler des jetzigen älteren A-Junioren-Jahrgangs kamen in der vergangenen Oberligarunde so gut wie nicht zum Einsatz.

In Sachen Spielpraxis besteht ein Defizit. Und als Neuzugänge waren nur Akteure aus der Verbands- oder Bezirksstaffel zu bekommen. Fechter: "Es wurde die letzten zwei Jahre schlecht in Ulm gearbeitet. Nun bekommen wir die Quittung." Umliegende Vereine wie der FC Augsburg, VfR Aalen und 1. FC Heidenheim beginnen in der Nachwuchsarbeit den Spatzen den Rang abzulaufen.

Der TSV Neu-Ulm befindet sich hingegen bei den B-Junioren in der Erfolgsspur. Nach dem 2:0 (0:0) gegen Astoria Walldorf steht der Oberliga-Neuling auf einem Bundesliga-Aufstiegsplatz. "Wir sind technisch nicht so versiert. Bei uns funktioniert das Kollektiv. Und wir haben eine brutale Physis", sagt Trainer Holger Wind.

Nach der ausgeglichenen ersten Hälfte, in der Ruben Beneke (32.) mit einem Foulelfmeter an Gäste-Torwart Daniel Alayou gescheitert war, münzten Max Scharf (47.) und der für ihn eingewechselte Emre Günay (68.) die Überlegenheit der Neu-Ulmer in zwei Tore um.

Die Oberliga-B-Junioren des SSV 46 unterlagen auf dem Platz beim Halo dem SC Freiburg II mit dem Ex-Ulmer Pius Krätschmer 0:3 (0:2). Die Gäste waren konsequenter in der Chancenverwertung (2., 20., 65.). Die größte Torgelegenheit der jungen Spatzen hatte Felix Bonelli. Den Ball nach seinem Schuss konnte ein Freiburger Verteidiger vor der Torlinie abwehren. SSV-Co-Trainer Dietmar Höfer: "Der geradlinigere Fußball der Freiburger hat sich durchgesetzt."

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kostenlos Bus fahren an vier Adventssamstagen

Alle Ulmer Fraktionen wollen den baustellengeplagten Handel vor Weihnachten unterstützen. Der Nahverkehr soll an Adventssamstagen kostenlos sein. weiter lesen