Erstliga-Aufstieg dank Verbandsquerelen

Die Kugeln rollen wieder. Am kommenden Wochenende starten die Keglerinnen des ESC Ulm und des EKC Lonsee in die Erstliga-Saison.

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  • Tanja Botzenhardt peilt im ersten Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse mit dem ESC Ulm gleich einen Spitzenplatz an. Foto: Rudi Apprich 1/3
    Tanja Botzenhardt peilt im ersten Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse mit dem ESC Ulm gleich einen Spitzenplatz an. Foto: Rudi Apprich
  • Hauptsache drin bleiben, lautet das Motto für Amelie Gerner und die Keglerinnen des EKC Lonsee, die bereits zwei Jahre erstklassig waren. Foto: Rudi Apprich 2/3
    Hauptsache drin bleiben, lautet das Motto für Amelie Gerner und die Keglerinnen des EKC Lonsee, die bereits zwei Jahre erstklassig waren. Foto: Rudi Apprich
  • U-23-Nationalspieler Denis Annasensl kehrt nach nur einem Jahr in der ersten Bundesliga beim KC Schwabsberg nach Lonsee zurück. Archivfoto 3/3
    U-23-Nationalspieler Denis Annasensl kehrt nach nur einem Jahr in der ersten Bundesliga beim KC Schwabsberg nach Lonsee zurück. Archivfoto
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Willkommen im Erstliga-Klub. Für die Keglerinnen des ESC Ulm und EKC Lonsee beginnt am Wochenende das Abenteuer erste Bundesliga. Der neuen Ligenstruktur sei dank. Die Streitigkeiten innerhalb der Gremien des zuständigen Kegelverbandes waren der Auslöser, dass beide Teams, die in der zurückliegenden Saison auf Tabellenplatz zwei (Ulm) und acht (Lonsee) landeten, den Sprung nach ganz oben geschafft haben. Das inzwischen bereits zehn Jahre andauernde Hickhack um den Spielmodus - 120-Kugel-Spiel mit internationalem Wertungssystem oder traditionell 100/200-Wurf aufs nackte Ergebnis - hat zu einer Spaltung der Kegelnation geführt.

Die Gründung eines neuen Verbandes, der Deutschen Classic-Kegler Union (DCU), unter der Führung des abgewählten bisherigen Präsidiums, war die Konsequenz. Ziel der DCU: Nationaler Erhalt des gewohnten, klassischen Spielsystems, das jedoch international nicht mehr anerkannt ist. Ungefähr zwei Dutzend hessische und badische Vereine, vornehmlich aus der ersten und zweiten Bundesliga, wollten die Spielform 100/200-Wurf beibehalten und haben sich deshalb vom bisherigen Ligabetrieb verabschiedet. Eine Aufstockung der bestehenden Ligen wurde erforderlich. Neben den beiden nun erstklassigen Damen-Klubs des ESC Ulm und EKC Lonsee (100-Wurf), kegeln in der neuen Runde auch die Frauen des SV Weidenstetten - zum Auftakt spielfrei - eine Klasse höher und zwar in der dritten Liga West.

Während die Keglerinnen aus Lonsee bereits 2000 für zwei Jahre Erstligaluft schnupperten, betreten die ESC-lerinnen in der ersten Bundesliga Neuland. Kein Grund für die Damen aus der Ulmer Weststadt auf falsche Bescheidenheit zu verzichten. "Wir streben eine Platzierung von eins bis drei an", nennt Steffi Wolfsteiner die anspruchsvolle Zielsetzung. "Wir sind ein eingespieltes Team", erklärt die ESC-Spielführerin, das mit Sabrina Häger nach ihrer Babypause zusätzlich an Beständigkeit wieder gewonnen hat.

Größere Probleme scheinen den Eisenbahner-Frauen, die sich Mitte Juli in Island in den heißen Quellen des Thermalfreibads Blaue Lagune anregend auf die Saison eingestimmt haben, die wetterbedingt in Mitleidenschaft gezogene Kegelanlage in der Ulmer Weststadt zu machen. "Wir wollten das Heimrecht tauschen", verdeutlicht Steffi Wolfsteiner die Probleme - die allerdings gerade rechtzeitig behoben sind. So findet die Saisonpremiere gegen Bavaria Karlstadt am Sonntag (13 Uhr) doch auf den ESC-Bahnen statt.

Mit einem Auswärtsspiel beim SKC Kempten starten die Lonseer Damen ebenfalls am Sonntag (14 Uhr) in die neue Runde. "Hauptsache drin bleiben", sagt Conny Hiller. Im Vergleich zur vergangenen Saison hat sich das Team von der Alb achtbar verstärkt. Nach einer persönlichen Auszeit kehrt Lydia Reh wieder zurück. Franziska Zimmermann, die dem U-18-Nationalmannschaftskader angehört, ist vom Verbandsligisten SKC Sigmaringen gekommen. "Für uns steht nach wie vor der Abstiegskampf im Blickpunkt", definiert Sportwartin Wilma Dittberner die Ziele ihres Damen-Sextetts.

Wesentlich anspruchsvoller hört sich da schon die Saisonplanung der Lonseer Herren an, die am Samstag (15 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim SKC Unterharmersbach in die zweite Bundesliga starten. "Das obere Drittel wollen wir anpeilen", bekennt Kapitän Dieter Annasensl, der sich über die Rückkehr des "verlorenen" Sohnes freut. Nach nur einem Jahr kehrt U-23-Nationalspieler Denis Annasensl vom Erstligisten KC Schwabsberg wieder auf die Alb zurück. "Ein guter Start wäre wichtig", sagt Vater Annasensl.

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